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Syunik'

Syunik'

Syunik' ist die südlichste Provinz Armeniens. Auf 4.506 km² leben hier etwa 153.000 Menschen (Stand:2001). Provinzhauptstadt ist Kapan, weitere Städte sind Sisian und Goris. Syunik' grenzt im Nordwesten an die Provinz Vayots Dzor, im Osten an Aserbaidschan, im Süden an den Iran und im Westen an die aserbaidschanische Exklave Naxçıvan. Da in Syunik' der einzige Grenzübergang Armeniens mit dem Iran ist, hat Syunik für den Außenhandel Armeniens eine besondere Bedeutung, insbesondere, da die Grenzen zur Türkei und zu Aserbaidschan geschlossen sind.

Weblinks


- [http://www.armeniapedia.org/index.php?title=Rediscovering_Armenia_Guidebook-_Syunik_Marz Syunik Marz Tourist Guide (engl.)] Syunik'

Armenien

Armenien (armen.: Հայաստան (Hajastan)) ist ein Staat im Kaukasus (Vorderasien). Er erlangte mit Auflösung der UdSSR 1991 seine Unabhängigkeit.

Geographie

Armenien liegt zwischen 38° 51' und 41° 16' nördlicher Breite sowie 43° 29' und 46° 37' östlicher Länge. Es grenzt im Westen an die Türkei, im Süden an die Aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und an Iran, im Osten an Aserbaidschan und im Norden an Georgien. Armenien ist ein Gebirgsland – 90% der Fläche Armeniens liegen mehr als 1.000 m über dem Meeresspiegel. Von Norden her erstrecken sich die über 3.000 m hohen Ausläufer des Kleinen Kaukasus. Der höchste Berg ist der erloschene Vulkan Aragac (4.090 m). Zudem stellen Erdbeben eine große Gefahr dar. Der größte See Armeniens ist der östlich von Eriwan ca. 1.900 m hoch gelegene Sewansee mit einer Fläche von 1.417 km². Die längsten Flüsse Armeniens sind Aras, Vorotan und Kasah. Die größten Städte sind (Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2005): # Eriwan: 1.093.499 # Gjumri: 148.383 # Wanadsor: 101.099 # Etschmiadsin: 49.514 # Hrasdan: 40.796 Siehe auch: Liste der Städte in Armenien

Bevölkerung und Sprache

In Armenien ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung rückläufig. Zwischen 1991 bis 1998 sind ca. 740.000 bis 780.000 Menschen vor allem nach Russland und in andere Staaten der GUS emigriert. Von den Einwohnern des Landes sind 95% Armenier, 2% Russen, 1% Azeri. Die restlichen 2 Prozent machen zu einem Großteil Kurden aus. Die armenische Sprache ist ein Teil der indogermanischen Familie, das armenische Alphabet wurde am Anfang des 5. Jahrhunderts durch Mesrop Maschtoz erstellt. Seit damals ist das Alphabet die feste Grundlage der nationalen Sprache und der Kultur geworden. Die dominierende Religion im Land ist die Armenische Apostolische Kirche, ihr gehören etwa 94% der Bevölkerung an. Es gibt eine katholische Minderheit des armenisch-katholischen Ritus, auch Armenisch-Katholische Kirche genannt.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Armeniens Um 850 bis 600 v. Chr. befindet sich das Reich von Urartu im Gebiet Armeniens. Etwa 518 v. Chr. wird Armenien in das Perserreich der Achaimeniden eingegliedert, das durch den Perserfeldzug Alexanders des Großen (334-323 v. Chr.) in dessen Reich eingegliedert wird. 190 v. Chr. macht die Dynastie der Artachiden Großarmenien zu einem unabhängigen Königreich. Um 95 bis 55 v. Chr. ist der Höhepunkt des Artachidenstaates und des antiken Königreiches der Armenier unter Tigran dem Großen, der sich zum König der Könige ausrufen lässt. Sein Bündnis mit Mithridates von Pontos bringt ihn in den Konflikt mit den Römern, deren Oberhoheit er am Schluss anerkennen muss. Den in Mesopotamien und dem Iran herrschenden Parthern gelingt es in den Jahren unserer Zeitrechnug, Vertreter des eigenen Herrscherhauses der Arsakiden (Arshakuni) auf den Thron zu setzen, was die Römer 66 n. Chr. anerkennen. 252 bis 297 gelingt es den Sassaniden, Großarmenien unter ihren Einfluss zu bringen. Erst als Diokletian die Sassaniden 297 besiegt, müssen diese die Oberhoheit aufgeben - Trdat III. aus dem Haus der Arsakiden besteigt den Thron, der 301n.Chr. das Christentum in Armenien einführt. Armenien wird so der erste christliche Staat der Welt. Im Jahr 301 wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt. 387 teilen Rom und das persische Reich der Sassaniden das großarmenische Königreich untereinander auf. Dennoch entwickeln die Armenier eine hochstehende christliche Kultur, Literatur und Baukunst - vor allem nach der Schaffung eines eigenen Alphabets durch Mesrob Masthoc im Jahr 405. Als die Sassaniden unter Yazdegerd II. versuchen, die zoroastrische Staatsreligion in Armenien einzuführen, kommt es zu einem Aufstand der Armenier. Es folgt ein langer Guerillakrieg, der schließlich mit der Anerkennung des Christentums 484 endet. Im 6. Jh. wird Armenien zu einem der Hauptkampfgebiete zwischen dem byzantinischen Reich und den Sassaniden. Von 591 bis etwa 640 gelingt es den Byzantinern, den Großteil von Großarmenien unter ihre Kontrolle zu bringen, allerdings führt die Besetzung zu Aufständen des armenischen Adels. Den Arabern gelingt es, nach mehreren Wechseln in der Oberhoheit zwischen Byzanz und dem Kalifat, bis 700 ihre Herrschaft dauerhaft im Land zu errichten. Im 8. und 9. Jh. kommt es zu einer Reihe von Aufständen von Teilen des armenischen Adels, die oft blutig niedergeschlagen werden; während dieser Zeit wechselt die Führung im Adel vom Geschlecht der Mamikonean zu dem der Bagratiden (Bagratuni), die ihre Macht auch auf Teile Georgiens ausdehnen können. Aschot I. gelingt es dann unter Ausnutzung der allmählichen Schwächung des Kalifats 885/886, wieder ein armenisches Königreich zu errichten, das sowohl vom Kalifen als auch vom byzantinischen Kaiser anerkannt wird. Aschot II. (915-928) bringt die Freiheitskämpfe zum Abschluss. In der zweiten Hälfte des 11. Jh. geht das Reich durch unglückliche Kriege und innere Zwistigkeiten zugrunde. Der letzte Herrscher wird von den Byzantinern ermordet. In der Folge gründen armenische Flüchtlinge 1080 in Kilikien ein unabhängiges Fürstentum von Kleinarmenien unter den Rubeniden. Diese verbünden sich mit den Kreuzfahrern gegen Byzantiner und Türken. 1342 fällt das Königreich an die katholischen Lusignans von Zypern, kommt aber bald darauf an die ägyptischen Mamluken und darauf zum osmanischen Reich. 1828 kommt der nördliche Teil Armeniens unter die Oberhoheit des russischen Reiches und wird nach Gründung der Sowjetunion eine ihrer Teilrepubliken (1920), siehe Armenische SSR. Am 24. April 1915 veranlasst die 1908 an die Macht gekommene und - im Gegensatz zur multikulturellen Politik des Osmanischen Reiches - nationalistisch orientierte jungtürkische Bewegung, aus deren Reihen auch Mustafa Kemal Atatürk kommt, die Verhaftung und Deportation armenischer Intellektueller in Istanbul und leitet damit den Völkermord an den Armeniern ein. Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 entsteht der heutige unabhängige Staat Armenien. Der südliche, weitaus größte Teil des ehemaligen armenischen Siedlungsgebietes liegt in der heutigen Türkei. Siehe auch: Königreich Kleinarmenien, Armenier, Armenier in Mitteleuropa, Liste der Herrscher von Armenien, Völkermord an den Armeniern

Politik


- Mitgliedschaften: Rat für kollektive Sicherheit, GUS, OSZE, Europarat, NATO-Partnerschaft für den Frieden, EBRD, Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation Das Parlament, die Nationalversammlung, wird alle vier Jahre gewählt.

Der Konflikt um Bergkarabach

Armenien befindet sich in einer langdauernden Auseinandersetzung mit der Nachbarrepublik Aserbaidschan um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, sich 1991 für unabhängig erklärte und inzwischen durch armenische Streitkräfte besetzt wurde. Es starben in diesem Konflikt schätzungsweise 17.500 Armenier und 25.500 Aserbaidschaner, 700.000-1.000.000 Aserbaidschaner und 300.000 Armenier wurden zu Flüchtlingen. Seit einem Waffenstillstand im Mai 1994, der einer Besetzung eines Fünftels Aserbaidschans durch armenische Truppen folgte, verbesserte sich die Situation nicht wesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in der Beziehung beider Staaten; ein Zustand, der ihre wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. Für Details zu diesem Konflikt siehe den Artikel Bergkarabach.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der Republik Armenien soll vor allem drei Zwecken dienen:
- der nationalen Sicherheit
- der Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Ausland und
- der weltweiten Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern Die größte Bedrohung der nationalen Sicherheit der Republik Armenien ist der Krieg mit Aserbaidschan um Bergkarabach. Der erste Präsident Lewon Ter-Petrosjan musste 1997 zurücktreten, weil er bereit war einer Kompromisslösung zuzustimmen, die weit reichende Zugeständnisse seitens der Armenier erfordert hätte. Die neue Führung unter Robert Kotscharjan fordert eine so genannte Paketlösung, das heißt, erst soll es eine vertraglich Lösung geben und danach einen Abzug der Truppen der Republik Armenien aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans (etwa 16% des aserbaidschanischen Territoriums). Diese Politik wird von der Mehrheit der Armenier mitgetragen. Sie schränkt allerdings den diplomatischen Handlungsspielraum stark ein. Armenien verfolgt eine so genannte „Politik der Komplementarität“. Dazu sagte der armenische Außenminister Vartan Oskanjan in der FAZ vom 23. April 2004: „Das bedeutet, mit Ländern gute Beziehungen zu unterhalten, die – wie die Vereinigten Staaten und Rußland – bei einigen Themen im Widerspruch zu stehen scheinen. In einem Teil mögen wir zu 80 Prozent intensive Beziehungen mit Rußland unterhalten, die anderen 20 Prozent mit den Vereinigten Staaten oder der EU. Auf einem anderen Gebiet mag die Gewichtung anders sein. Das soll zu einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Sicherheit beitragen, an der sich jeder beteiligen kann, der Interesse an der Region hat. […] Unsere Beziehungen zur Nato sind ein gutes Beispiel für [diese] Politik. Unsere Sicherheitsgarantien haben fünf Schichten: die Beziehungen zu Rußland und dessen militärischer Präsenz in Armenien, die kollektive Sicherheitsvereinbarung mit Rußland und vier früheren Sowjetrepubliken, die CFE-Vereinbarung, die Transparenz bei den Waffen schafft, unsere Kooperation mit der Nato sowie die biliteralen Sicherheitskooperationen mit Ländern wie Griechenland und den Vereinigten Staaten, mit denen wir gerade eine Sicherheitszusammenarbeit begonnen haben. Diese Schichten bilden unsere Sicherheitspolitik.“ Die Beziehungen zur Republik Aserbaidschan sind trotz des seit elf Jahren andauernden Waffenstillstands naturgemäß sehr gespannt. Aserbaidschan droht immer wieder die militärische Rückeroberung an. Da es seit kurzem über die über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline Öl nicht mehr nur über Russland exportieren kann, besitzt es die Finanzkraft, um mittelfristig ein militärisches Übergewicht zu erlangen. Es gibt keinen direkten Handel zwischen den Ländern. Die Beziehungen zur Republik Türkei sind historisch schwer belastet. Hinzu kommt, dass Armenien eine weltweite Kampagne zur Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern führt (die Türkei bestreiten den Völkermordes heftig). Sie erhebt weiterhin die Lösung des Konfliktes um Bergkarabach als Vorbedingung für die Öffnung der Grenze und Aufnahmen diplomatischer Beziehungen. Die armenischen Regierung stellt keine Vorbedingungen an die Türkei. Es gibt armenischen Nationalisten, die Rückgabe von westarmenischen Gebieten von der Türkei fordern. Nicht zuletzt wegen der Realitätsferne dieser Forderungen war dies jedoch nie offizielle Politik. Die armenische Wirtschaft leidet unter Wirtschaftsblockade sehr. Es gibt allerdings in geringem Umfang indirekten Handel über Georgien und ein direkte Flugverbindung zwischen Eriwan und Istanbul. Die Beziehungen zu Georgien sind für Armenien essentiell, weil Georgien als die einzige Landverbindung zu Russland für den armenischen Handel äußerst wichtig ist. Außerdem werden fast alle Exporte Armeniens, die per Schiff erfolgen, über die georgischen Schwarzmeerhäfen abgewickelt. Diese faktische Monopolstellung führt immer wieder zu überhöhten Preisen. Die Beziehungen leiden unter politischen Instabilität in Georgien seit der Unabhängigkeit. Obwohl einige südgeorgische Regionen mehrheitlich von Armeniern bewohnt werden, erwachsen daraus keine Gebietsstreitigkeiten oder separatistische Bewegungen, weil die armenische Minderheit in Georgien kaum Diskriminierung ausgesetzt ist. Die Beziehungen zur Islamischen Republik Iran sind die relativ besten. Die armenische Minderheit im Iran, die rund 200.000 Menschen umfasst, genießt den Status einer anerkannten Minderheit. Es gibt keinerlei Grenzstreitigkeiten. Aus armenischer Sicht begünstigt die Beziehungen entscheidend, dass die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan weit schlechter sind als sie es sein könnten. Hierzu schreibt Mohammad-Reza Djalili auf „caucaz.com“: „Der erste Vorwurf Teherans gegenüber Baku betrifft den Panturkismus mancher aserischer Kreise; dazu kommt der Mythos eines ‚Groß-Aserbeidschan‘, der die territoriale Einheit des Irans in Frage stellt. Das zweite Problem betrifft das Kaspische Meer, seinen rechtlichen Status und die Teilnahme des Irans an der Nutzung seiner Erdölressourcen. Schließlich wirft Teheran auf internationaler Ebene Baku vor, unbedingt ein Bündnis mit dem Westen anzustreben und eine deutliche Annäherung an die NATO erreichen zu wollen, seine privilegierten Verhältnisse zu den Vereinigten Staaten in jedem Bereich einschließlich des militärischen auszubauen, gute Beziehungen mit Israel zu unterhalten und natürlich der Türkei sehr nahe zu stehen. Für den Iran ist Aserbeidschans Wahl seiner internationalen Partner ganz offensichtlich nicht vorteilhaft, zumal in Teheran der Eindruck vorherrscht, dass Baku auch – zumindest indirekt – an der amerikanischen Politik der Einkreisung des Irans teilhat, die nach dem 11. September 2001 eingeführt wurde. […] Für Teheran ist das Verhältnis zu Eriwan aufgrund der schwierigen Beziehungen des Irans zu Aserbeidschan besonders wichtig. Was Armenien angeht, so versucht das Land seine Bindungen mit dem südlichen Nachbarland zu verstärken, um seine allseitige Einschließung zu umgehen: Armenien liegt zwischen der Türkei und Aserbeidschan, die es beide für feindselig hält, und einem unbeständigen Georgien. So sind die sachlichen Bedingungen gegeben, damit sich das christliche Armenien und die [I]slamische Republik Iran jenseits aller religiösen und ideologischen Fragen verstehen und eine enge Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten (Politik, Wirtschaft, Energie) entsteht.“ Eine Gasleitung vom Iran nach Armenien ist im Bau. Diese Pipeline ist für die nationale Sicherheit Armeniens von herausragender Bedeutung, weil es über keine nennenswerten heimischen Ressourcen an fossilen Energieträgern verfügt. (Während des Krieges um Bergkarabach in der ersten Hälfte der 1990er Jahre kam es zu Energieengpässen in Armenien, weil die Erdöl- und Gaspipelines aus Russland in Georgien immer wieder gesprengt wurden. In der Folge wurden sogar die Bäume in Eriwan gefällt, um sie als Brennholz zu nutzen.) Die Beziehungen zu Russischen Föderation sind traditionell eng, insbesondere da Georgien und Aserbaidschan deutlich prowestliche Positionen bezogen haben, was für Russland den Wert Armeniens als strategischen Partner steigert. Armenien und Russland haben ein auf zwanzig Jahre angelegtes Militärabkommen unterzeichnet (das theoretisch aber jährlich gekündigt werden kann). Russische Truppen bewachen die Grenze zur Türkei und zum Iran und schützen den armenischen Luftraum gegen mögliche Luftangriffe. Dies ist wichtig, weil gerade Kampfflugzeuge extrem teuer sind. Bislang ist Russland der einzige Lieferant von Erdöl und -gas nach Armenien. Vor allem im Energie und Bankensektor haben russische Firmen Schlüsselstellungen inne. Viele Armenier sind seit dem Beginn der 1990er Jahre nach Russland ausgewandert und unterstützen Verwandte in Armenien finanziell. All dies macht Russland extrem wichtig. Die Fertigstellung der Pipeline aus dem Iran würde die armenische Position gegenüber Russland stärken. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika sind gut, stellen für Armeniens Außenpolitik zugleich aber auch seine größte Herausforderung dar. Die USA verfolgen in Transkaukasien geopolitische Interessen, die vor allem mit dem Kaspischen Erdöl- und Gasvorkommen zusammenhängen. Sie möchten deshalb Armenien gerne näher an sich binden und aus dem russischen Einflussbereich lösen. Dabei steht ihnen der Konflikt um Bergkarabach im Wege, weil Armenien Russland als Schutzmacht zu brauchen scheint, wodurch Russland in Transkaukasien einen Fuß in der Tür behält. Armenien ist deshalb aus US-amerikanischer Sicht sowohl interessant als auch ein Störfaktor (vor allem bedroht der Krieg mit Aserbaidschan prinzipiell die Sicherheit der Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline). Seit der Unabhängigkeit erhielt nur Israel von den USA mehr Entwicklungshilfe pro Kopf als Armenien. Dies ist auch Ergebnis der Lobbyarbeit der armenischen Diaspora in den USA, die rund eine Millionen Menschen umfasst. Armenien gehört auch zu zwanzig ausgesuchten erfolgreichen Entwicklungsländern, die im Rahmen des „Millenium Challange Program“ des Department of State weiter auf ihrem Weg zu Demokratie und funktionierender Marktwirtschaft gestärkt werden sollen. US-Firmen, insbesondere aus dem IT-Bereich, haben in erheblichem Umfang in Armenien investiert. Die USA haben die Bau der Erdgasleitung aus dem Iran nur ungern hingenommen. Als ein Mittel, die Beziehungen zu den USA zu stabilisieren, hat Armenien deshalb jeweils knapp hundert Soldaten (vor allem Ärzte und Aufbauhelfer) im Kosovo und im Irak stationiert. Zwar ist die „Politik der Komplementarität“ wesentlich flexibler und weniger riskant als eine klassische Schaukelpolitik, doch stehen Armeniens Diplomaten mittelfristig vor großen Herausforderungen, wenn sie verhindern wollen, dass Armenien als Folge der Interessengegensätze zwischen den USA einerseits und Russland und dem Iran andererseits ins Abseits gerät. Julien Zarafian schreibt auf „caucaz.com“ zu den komplizierten Beziehungen zwischen Armenien und den USA: „Vor dem Hintergrund des ‚großen Spiels‘ mit Russland wäre Armenien eines der letzten Länder aus der ehemaligen sowjetischen Welt, die es unter amerikanisches Einflussgebiet zu holen gilt. Dies scheint umso bedeutsamer für die Bush-Regierung, als sie derzeit große diplomatisch-militärische Bemühungen im Irak und in Afghanistan anstrengt, bei denen sie auf jede Unterstützung angewiesen ist, während Amerikas wichtigster regionaler Bündnispartner, die Türkei, seit einiger Zeit Vorbehalte gegenüber gewissen amerikanischen Initiativen in der Region äußert. Für die Bush-Regierung könnte Armenien von daher eine strategische Basis ersten Ranges darstellen. Die Eröffnung im Mai 2005 einer enormen amerikanischen Botschaft am Stadtrand von Eriwan hängt sicherlich damit zusammen. Die relative politische Stabilität und die geostrategisch interessante Position Armeniens können den amerikanischen Diplomaten nicht völlig gleichgültig sein, die keine Kontrollmöglichkeit auf dem immensen eurasischen Schachbrett auslassen dürfen, um eine Führungsrolle in der Weltordnung spielen und effizient halten zu können. […] Dabei stellt sich jedoch ein Problem: Nicht nur die aktuelle Regierungsmannschaft des armenischen Präsidenten R. Kotscharjan in Eriwan, sondern auch die Öffentlichkeit ist mehrheitlich davon überzeugt, dass Russland der wichtigste Bündnispartner für Armenien bleibt und dass die Sicherheit des Landes zu einem großen Teil auf der armenisch-russischen Verbindung beruht. […] Aber werden deshalb die Vereinigten Staaten des Präsidenten George W. Bush die reichlich ambivalente Haltung der armenischen Regierung ihnen gegenüber noch lange dulden? Das ist alles andere als sicher. Und auch wenn die auf Komplementarität ausgerichtete Außenpolitik der armenischen Landesführer derzeit erfolgreich scheint, steht zu befürchten, dass der Kaukasus-Staat große Schwierigkeiten haben wird, diesen Spagat in den kommenden Jahren durchzuhalten.“

Wirtschaft

Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahre 2004 durchschnittlich 790 Dollar. Armenien weist zwar zweistellige Wachstumsraten auf, konnte aber noch nicht die Wirtschaftskraft aus dem Jahre 1988 wiedererlangen. Seinerzeit wurde Armenien durch ein schweres Erdbeben teilweise zerstört. Der Handel wird durch die geschlossenen Grenzen zur Türkei behindert. Geldtransfers der zahlreichen Auslandsarmenier v.a. in den USA und Frankreich stützen die Wirtschaft. Die Landwirtschaft basiert vor allem auf dem Anbau von Obst und Gemüse sowie Tabak.

Verwaltung

Tabak Armenien gliedert sich in 11 Provinzen (marzer, Singular marz): #Aragatsotn (Արագածոտնի մարզ) #Ararat (Արարատի մարզ) #Armavir (Արմավիրի մարզ) #Gegharkunik (Գեղարքունիքի մարզ) #Kotajk (Կոտայքի մարզ) #Lori (Լոռու մարզ) #Schirak (Շիրակի մարզ) #Sjunik' (Սյունիքի մարզ) #Tawusch(Տավուշի մարզ) #Vajots Dzor (Վայոց Ձորի մարզ) #Eriwan (Երևան)

Kultur


- Nationalfeiertag: 21. September
- Liste armenischer Komponisten
- Tanzkultur: Armen Ohanian [http://www.rock-in-armenien.de.pn/ Moderne Musik aus Armenien] (englisch)

Bekannte Armenier und Armenischstämmige


- Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (Ovanes Aivazian) war einer der bedeutendsten Vertreter der armenischen und russischen Malerei
- Andre Agassi - Tennisspieler (USA)
- Charles Aznavour - Sänger (Frankreich)
- Eric Bogosian - Schauspieler (USA)
- Jean Carzou (Garnik Zouloumian) - Maler (Frankreich)
- Aram Chatschaturian - Komponist (Armenien)
- Cher (Cherilyn Sarkissian) - Schauspielerin, Sängerin (USA)
- Mike Connors (Krekor Ohanian) - Schauspieler (USA)
- Youri Djorkaeff - Fußballstar (Frankreich)
- Atom Egoyan - Filmproduzent (Canada)
- Arshile Gorky (Vosdanik Adoian) - Maler (USA)
- Calouste Gulbenkian - Ölhändler (Armenien, Großbritannien)
- Viktor Hambardzumyan - Astrophysiker (Armenien)
- Yousuf Karsh (Howsep Karshian) - Fotograf (Kanada)
- Gary Kasparow - Schachweltmeister (Russland)
- Kirk Kerkorian - Investor (USA)
- Daron Malakian - Gitarrist der Band System Of A Down (USA)
- Artjom Iwanowitsch Mikojan - Flugzeugkonstukteur (MiG) (Russland/Armenien)
- Shavo Odadjian - Bassist der Band System Of A Down(USA)
- Tigran Petrosjan - Schachweltmeister 1961-69
- William Saroyan - Schriftsteller (USA)
- Serj Tankian - Sänger der Band System Of A Down (USA)
- Henri Verneuil (Ashod Malakian) - Filmproduzent (Frankreich)
- Avedis Zildjian - Gründer der Firma "Zildjian" (USA, Kanada)
- Marcel Madejiane - Tischtennisspieler (Großbritannien)
- David Nalbandian - Tennisspieler (Argentinien)
- Anahid Ajemian - Concert Pianist
- Edward Alberian - "Clarabell" (Howdy Doody)
- Lucine Amara - Metropolitan Opera
- Michael Arlen - Author
- Kay Armen - Vocalist
- George Avakian - Jazz Entrepreneur
- Peter Balakian - Author
- Cathy Berberian - Mezzo-Soprano
- Ara Berberian - Basso
- Lily Chookasian - Metropolitan Opera
- Mike Connors (Krikor Ohanian) - Hollywood and television actor,"Mannix"
- George Deukmejian - Former Governor of CA
- Vartan Gregorian - President, Carnegie Foundation
- Alan Hovhannes - Composer
- George Petrossian - Caviar King, France
- Rouben Nakian - Sculptor

Literatur


- Armenien. 5000 Jahre Kunst und Kultur, Wasmuth : Tübingen 1995, 482 S.
- Tessa Hofmann: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart, C.H. Beck : München 1997, 242 S.
- Jakob Künzler: Im Lande des Blutes und der Tränen. Erlebnisse in Mesopotamien während des Weltkrieges (1914-1918) - (ZeitZeugnisse) Chronos : Zürich 1999
- Adriano Alpago Novello: Die Armenier. Brücke zwischen Abendland und Orient, Belser : Stuttgart/Zürich 1986, 285 S.
- Jasmine Dum-Tragut: Armenien entdecken, Trescher : Berlin 2004, 480 S.
- Henri Stierlin: Von Konstantinopel bis Armenien und von Syrien bis Äthiopien, Belser : Stuttgart/Zürich 1996, 290 S.
- Werfel, Franz: Die vierzig Tage des Musa Dagh, Fischer TB, Frankfurt 2002, 990 S.

Weblinks


- [http://www.armeniapedia.org Armeniapedia - Ein ausführlicher englischsprachiger Länderwiki zu Armenien]
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Asia/Armenia/_Texts/KURARM/home.html A History of Armenia, von Vahan M. Kurkjian]
- [http://www.arminrock.am/ Infos über Armenische Rockmusik und Künstler] (Englisch)
- [http://www.armenica.org/ Armenica: Geschichte von Armenien] (Englisch, schwedisch)
- [http://www.haydun.com/ Homepage der Armenischen Gemeinde Köln e.V]
- [http://www.uni-graz.at/franz.koelbl/armenien/ viele und schöne Bilder von einer Reise durch Armenien]
- [http://flugverein-guetersloh.de/armenien/ Weblog einer deutschen Journalistin in Jerewan (auf Deutsch)]
- [http://www.uibk.ac.at/grabungarmenien/ Archäologische Grabungen in Armenien]
- [http://www.armenien.am/ Deutschsprachige armenische Web-Community]
- [http://www.armenien.de/ Deutschsprachige Seite über Armenien und Armenier]
- [http://www.theforgotten.org/site/intro_ger.html über den Völkermord 1915]
- [http://www.systemofadown.com/ HP der Band System of A Down (Serj Tankian, Daron Malakian...)]
- [http://www.twentyvoices.com/ Zeitzeugen des Genozids]
- [http://www.haias.net/armenien.html Alles über Armenien (Deutsch, English)] Kategorie:Staat Kategorie:Armenien Kategorie:Kaukasus ja:アルメニア ko:아르메니아 ms:Armenia simple:Armenia th:ประเทศอาร์เมเนีย zh-min-nan:Hayastan

2001

Ereignisse

Jahreswidmungen


- 2001 ist „Internationales Jahr der Mobilisierung gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ (UNO)
- 2001 ist „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ (UNO)
- 2001 ist „Internationales Jahr der Freiwilligen“ (UNO)
- Die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Esche (Fraxinus excelsior) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Feldhase (Lepus europaeus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Glockenblume (Campanula) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)

Politik


- 1. Januar: Moritz Leuenberger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Griechenland. Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion
- 6. Januar: Parlamentswahlen in Thailand
- 6. Januar: Ariel Scharon wird zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt
- 7. Januar: John Agyekum Kufuor wird Staatspräsident von Ghana
- 14. Januar: Dr. Jorge Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt
- 20. Januar: Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen
- 20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt
- 25. Januar: Armenien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Januar: Aserbaidschan wird in den Europarat aufgenommen
- 26. Januar: Demokratische Republik Kongo. Joseph Kabila wird Staatspräsident
- 2. Februar: José Maria Neves wird Premierminister von Kap Verde
- 7. Februar: Ariel Sharon wird Ministerpräsident von Israel
- 16. Februar: US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge bombardieren Ziele nahe Bagdad, da der Irak gegen das Flugverbot verstoßen habe
- 20. Februar: Erste Kommunalwahlen im Jemen
- 25. Februar: Pedro Pires wird Staatspräsident vom Kap Verde
- 25. Februar: Republik Moldau. Parlamentswahlen
- 26. Februar: Vertrag von Nizza, die Erweiterung der EU betreffend, unterzeichnet
- 1. März: Bulgarien. Volkszählung (bis 15. März)
- 4. März: In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,7 % der Wahlbeteiligten für die Verfassungsinitiative „Ja zu Europa“ und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7 %
- 7. März: Algerien und Deutschland schließen ein Seeschifffahrtsabkommen
- 7. März: Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti
- 12. März: Die UNESCO bestätigt, dass Taliban zwei der größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, zerstört haben
- 16. März: Katar. Der Streit um die Hawar-Inseln wird beendet durch Urteil des Internationalen Gerichtshofs
- 18. März: Die Gewerkschaft Ver.di wird in Berlin gegründet
- 25. März: Norwegen ist Mitglied des Schengener Abkommen
- 27. März: Laos. Bounnhang Vorachit wird Ministerpräsident
- 31. März: Sturz des Staatspräsidenten Bernard Dowiyogo von Nauru durch Misstrauensvotum
- 4. April: Vladimir Voronin wird Staatspräsident von der Republik Moldau
- 4. April: Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland
- 15. April: Der Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Deutschland und El Salvador tritt in Kraft
- 29. April: Parlamentswahlen in Senegal
- 8. Mai: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank
- 13. Mai: Mazedonien. 6. Regierungsumbildung
- 22. Mai: Taliban erwägen, Hindus in Afghanistan zum Tragen einer Markierung zu verpflichten
- 29. Mai: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 30. Mai: Die Kulturkommission zwischen Kanada und Deutschland trifft in Berlin zusammen
- 1. Juni: Interimsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 1. Juni: Blutbad in Nepal. König Birendra und fast die ganze Familie wurden durch den Sohn Birendras getötet, der sich anschließend selbst tötet
- 4. Juni: Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal
- 7. Juni: Großbritannien. Wiederwahl von Tony Blair als Premierminister
- 8. Juni: Iran. Wiederwahl von Mohammad Chātemī zum Staatspräsidenten
- 16. Juni: Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Bulgarien
- 18. Juni: Mazedonien beendet die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan
- 19. Juni: Mazedonien nimmt diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf
- 20. Juni: Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan
- 20. Juni: Pakistan. Das Parlament wird aufgelöst
- 24. Juni: Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien
- 26. Juni: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Ljubljana, Slowenien
- 28. Juni: Rumänien erhält Beobachterstatus in der OECD
- 28. Juni: Jugoslawien. Auslieferung von Ex-Präsident Milosevic an den Internationalen Strafgerichtshof
- 6. Juli: Weitere Länder erhöhen bei einer Konferenz in Genf, Schweiz, die an Burundi durch Frankreich zugesagten 440 Mio. USD auf 830 Mio. USD
- 20.: 22. Juli: In Genua findet der G8 Wirtschaftsgipfel statt. Dieser erlangt traurige Popularität, aufgrund der teilweise menschenrechtsverletzenden Brutalität der italienischen Polizei
- 23. Juli: Indonesien. Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident. Frau Megawati Soekarnoputri wird neue Präsidentin
- 24. Juli: Bulgarien. Der ehemalige Zar Simeon II. wird zum Ministerpräsidenten gewählt
- 28. Juli: Dr. Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
- 5. August: Taliban schließen eine Shelter Now International Agentur in Afghanistan und nehmen 24 Mitarbeiter fest, da diese versucht hätten Muslime zum Christentum zu missionieren. Diese Tätigkeit kann in Afghanistan mit dem Tode bestraft werden
- 6. August: Bolivien. Präsident Banzer tritt wegen schwerer Krankheit zurück
- 14. August: Mexiko. Verfassungsänderung tritt in Kraft
- 27. August: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Essential Harvest“ (Waffeneinsammeln)
- 2. September: France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 10. September: Parlamentswahlen in Norwegen
- 11. September: Terroranschläge in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon
- 17. September: Republik Niger. Regierungsumbildung
- 21. September: Arnold Rüütel wird Staatspräsident in Estland
- 23. September: Parlamentswahlen in Polen
- 24. September: Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft
- 27. September: Beim Zuger Attentat werden 14 Politiker von Friedrich Leibacher mit einem Sturmgewehr umgebracht
- 4. Oktober: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Amber Fox“
- 7. Oktober: Unter Präsident George W. Bush beginnen die Streitkräfte der USA ohne UNO-Mandat mit Luftangriffen auf das Gebiet Afghanistans und töten in den nachfolgenden Monaten über 1000 Zivilisten pro Woche. Dabei kommen auch Streubomben zum Einsatz. Die Ergreifung oder Tötung von Osama Bin Laden und Taliban-Chef Mullah Omar misslingt ihnen jedoch
- 11. Oktober: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Mongolei
- 19. Oktober: Kjell Magne Bondevik wird Ministerpräsident in Norwegen
- 19. Oktober: Leszek Miller wird Regierungschef in Polen
- 20. Oktober: Serbien und Montenegro wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 29. Oktober: Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen Kroatien und der EU wird in Luxemburg unterzeichnet
- 3. November: Neuwahlen in Singapur
- 5. November: Parlamentwahlen in Aserbaidschan
- 10. November: Australien. Wahlen zum Repräsentantenhaus
- 24. November: Aserbaidschan. Prof. Dr. Murtuz Aleskerov wird zum Parlamentspräsident gewählt
- 27. November: Beginn der Afghanistan-Konferenz „UN Talks on Afghanistan“ auf dem Petersberg bei Königswinter
- 30. November: Mazedonien. 7. Regierungsumbildung
- 2. Dezember: Volksabstimmung in der Schweiz über Abschaffung der Armee
- 8. Dezember: Verabschiedung des „EU-Japan-Action-Plans“
- 11. Dezember: Die Volksrepublik China tritt der Welthandelsorganisation WTO bei
- 16. Dezember: Parlamentswahlen in Chile
- 16. Dezember: Präsidentschaftswahl in Madagaskar
- 22. Dezember: Der Deutsche Bundestag stimmt der Entsendung deutscher Streitkräfte zur Umsetzung der Resolution 1386 des UN-Sicherheitsrates mit großer Mehrheit zu
- 22. Dezember: In Kabul wird Hamid Karsai zum Chef der Übergangsregierung ernannt
- 23. Dezember: Komoren. Annahme der neuen Verfassung durch Referendum
- 27. Dezember: Wahlen in Sambia
- 31. Dezember: Lettland. Die OSZE-Beobachtung wird beendet

Katastrophen


- 13. Januar: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 in El Salvador. 852 Tote
- 26. Januar: Erdbeben der Stärke 7,7 in Indien, ca. 20.000 Tote
- 1. Februar: Angolanische Rebellen schossen über Luena, Angola, eine angolanische Militärmaschine vom Typ Antonow An-26 ab. Alle 22 Insassen kamen ums Leben
- 13. Februar: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in El Salvador. 315 Tote
- 4. März: Nähe Unadilla, Georgia, USA. Eine Militärmaschine, auf dem Weg von Florida nach Virginia, stürzte brennend ab. Alle 21 Soldaten und die 3 Personen der Crew starben
- 29. März: Aspen, Colorado, USA. Absturz einer Verkehrsmaschine von Los Angeles kommend. Alle 18 Menschen an Bord starben
- 3. Mai: Nach sintflutartigen Regenfällen kommt es zu einem Jahrhunderthochwasser im Oberbergischen Kreis, Deutschland: Die Flüsse Wiehl und Agger waren stark betroffen
- 23. Juni: Ein Erdbeben der Stärke 8,4 nahe der Küste von Peru. 138 Tote
- 3. Juli: Irkutsk, Russland. Eine Tupolew Tu-154 der Vladivostok Avia stürzte beim 3. Landeanflugversuch ab. Alle 145 Menschen an Bord starben
- 20. Juli: Der 23 jährige Carlo Giuliani wird während einer Demonstration im Rahmen des G8 Gipfels in Genua von einem Carabinieri erschossen
- 11. September: Am Morgen des 11. September 2001 wurde ein terroristischer Angriff gleichzeitig in New York City, Washington, D.C. und in der Nähe von Pittsburgh verübt. Vier Passagierjets wurden gekapert, davon wurden zwei in die Türme des World Trade Centers (WTC), welches daraufhin einstürzte, und eines in das Pentagon gesteuert. Das vierte Flugzeug stürzte ab, bevor es sein Ziel erreichte. Insgesamt starben etwa 3.000 Menschen bei den Anschlägen
- 27. September: Im Zuger Kantonalparlament werden 14 Politiker von einem Attentäter mit einem Sturmgewehr umgebracht, wovon die ganze Schweiz und die EU in tiefe Trauer versetzt wird
- 4. Oktober: Ukraine. Eine Tupolew Tu-154 der Sibir Air, auf dem planmäßigen Flug von Israel in die Ukraine, wurde während einer Militärübung auf dem Schwarzen Meer versehentlich durch eine Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Alle 78 Menschen an Bord starben
- 8. Oktober: Mailand, Italien. Eine MD-87, auf dem Weg nach Kopenhagen, Dänemark, kollidierte während des Starts mit einer deutschen Cessna, welche irrtümlich im starken Nebel die falsche Rollbahn benutzte. Die Maschinen gerieten sofort im Flammen. Alle 118 Personen an Bord starben, ebenso 4 Mitarbeiter des Bodenpersonals
- 24. Oktober: Brandkatastrophe im Sankt-Gotthard-Tunnel
- 12. November: New York, USA. Ein Airbus A300 der American Airlines, auf dem planmäßigen Flug nach Santo Domingo, Dominikanische Republik, stürzte weniger als 3 Minuten nach dem Start vom John F. Kennedy International Airport in bewohntes Gebiet. Alle 260 Personen an Bord sowie 6 Anwohner starben. Aufgrund von hinterlassenen Luftströmungslinien einer Boeing 747 der Japan Airlines, wurde das Flugzeug in seinem zugewiesenen Kurs gestört, zur Behebung dieser Störung hatte der im Airbus A300 unerfahrene Pilot die Grenzwerte der Belastbarkeiten des Seitenruders überschritten, indem er es 3 Mal um etwa 1 Zentimeter zu weit steuerte. Daraufhin löste sich das gesamte Seitenruder und die Maschine ging in den Sturzflug über. Der Pilot hatte den zuständigen Fluglotsen des John F. Kennedy International Airport vor dem Start um 8 Kilometer Abstand von der Boeing 747 gebeten, damit die Maschine nicht in stärkere Luftturbulenzen geriet. Der Fall wurde anhand des Fundes des Seitenruders im Hafen von New York City untersucht. Da keine Schäden oder Konstruktionsfehler am Material entdeckt wurden, war klar, dass Airbus keine Schuld am Unglück zuzuweisen war, sondern nur dem zuständigen Piloten aufgrund von zu starkem Einlenken/Steuern des Seitenruders
- 19. November: Kalyazin, Russland. Eine Iljushin-18, auf dem planmäßigen Flug von Sibirien nach Moskau, stürzte etwa 250 km nordöstlich vor Moskau ab. Alle 27 Menschen an Bord starben
- 24. November: Zürich, Schweiz. Eine Passagiermaschine auf dem Weg von Berlin, Deutschland, nach Zürich, Schweiz, stürzte etwa 5 km vor dem Ziel ab. 24 der 33 Menschen an Bord starben, 5 mussten mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Siehe auch: Crossair Flug 3597
- 2. Dezember: Khabarovsk, Russland. Eine Iljushin-76, eine Frachtmaschine des Militärs, auf dem Flug von Moskau nach Anadyr, fing über dem Beringmeer Feuer und stürzte ab. Alle 18 Menschen an Bord starben

Wissenschaft und Technik


- 15. Januar: Die Wikipedia, das heute größte Internet-Lexikon, geht online
- 12. Februar: Die US-amerikanische Raumsonde NEAR landet nach einem Jahr im Orbit um den Asteroiden Eros erfolgreich auf dessen Oberfläche
- 15. Februar: Im Rahmen des Humangenom-Projektes wird eine vorläufige Arbeitsversion des gesamten menschlichen Genoms vorgestellt
- 10. März: Die FSF Europe wird gegründet
- 28. April: 8. Mai: Dennis Tito, der erste Weltraumtourist der Raumfahrtgeschichte, absolviert seinen Raumflug zur Internationalen Raumstation ISS
- 21. Juni: Totale Sonnenfinsternis im südlichen Afrika
- 15. August: Nach über 60 Jahren startet Zeppelin mit dem Zeppelin NT wieder den Passagierflugbetrieb
- 14. Dezember: Ringförmige Sonnenfinsternis in Mittelamerika
- 22. Dezember: erste geklonte Katze kommt zur Welt

Gesellschaft


- Einführung des Weltmännertags

Kultur


- Mai: Das Vierte EJCF fand in Basel statt. Nächste Ausgabe wird 2004 sein
- 23. Mai: Feierliche Eröffnung des Museums der Phantasie in Bernried am Starnberger See
- 22. Juni: Die Volxtheaterkarawane wird von der italienischen Polizei festgenommen
- 15. Oktober: Tokelau wird assoziiertes Mitglied in der UNESCO
- Das Paul-Löbe-Haus wird eröffnet
- Erstmalige vergabe des Kulturpreis Deutsche Sprache

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- Deutscher Fußball-Meister: Männer: FC Bayern München, Frauen: 1. FFC Frankfurt
- Deutscher Eishockey-Meister: Männer: Adler Mannheim, Frauen: TV Kornwestheim
- Eishockey-Weltmeister: Männer: Tschechien, Frauen: Kanada, U20-Junioren: Tschechien, U18-Junioren: Russland
- Tour de France-Sieger: Lance Armstrong
- 21. Januar: Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste Frau die Rallye Paris-Dakar
- 27. Januar: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Orlin Norris in der Rudi-Sedlmayer-Halle, München, Deutschland, durch K. o.
- 24. März: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Derrick Jefferson in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München, Deutschland, durch technischen K. o.
- 22. April: Hasim Rahman gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Lennox Lewis in Carnival City, Brakpan, Südafrika, durch K. o.
- 19.-26. Mai: Die VI. Arafura Games fanden in Darwin (Stadt), Australien, statt
- 23. Mai: Bayern München gewinnt die Champions League 2001 gegen Valencia mit 6:5 n.E
- 4. August: Wladimir Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Charles Shufford, USA, in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch technischen K. o.
- 17. November: Lennox Lewis gewann seinen Boxkampf und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Hasim Rahman in Mandalay Bay, Las Vegas, Nevada, USA, durch K. o.
- 8. Dezember: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ross Puritty in der Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland, durch technischen K. o.

Diverses


- Sommer: in Garmisch-Partenkirchen wurde nach nur anderthalb Tagen Betriebszeit eine Ampel wieder abgeschaltet, nachdem sich der Verkehr schon kurze Zeit nach Inbetriebnahme bis weit auf die B2 zurückstaute. Die entstandenen Kosten beliefen sich auf rund 76.000,- €

Geboren


- 18. Mai: Alfons Constantin Maria, Sohn von Prinz Maximilian von Liechtenstein und Angela Brown
- 25. Oktober: Prinzessin Elisabeth Thérèse Marie Hélène, Tochter von Kronprinz Philipp von Belgien und Prinzessin Mathilde d'Udekem d'Acoz
- 1. Dezember: Toshi no miya Aiko (Prinzessin von Japan), Tochter des derzeitigen japanischen Kronprinzen Naruhito und Prinzessin Masako

Gestorben

1. Halbjahr


- 1. Januar: Ray Walston, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1914)
- 2. Januar: William P. Rogers, US-amerikanischer Außenminister (
- 1913)
- 8. Januar: Alfred Neumann (SED), deutscher Politiker, Minister für Materialwirtschaft der DDR (
- 1909)
- 12. Januar: Luíz Bonfá, brasilianischer Komponist und Gitarrist (
- 1922)
- 12. Januar: William Hewlett, Gründer von Hewlett-Packard (
- 1913)
- 12. Januar: Adhemar Ferreira da Silva, brasilianischer Leichtathlet (
- 1927)
- 14. Januar: Karl Bednarik, österreichischer Maler und Schriftsteller (
- 1915)
- 14. Januar: Burkhard Heim, deutscher Sprengstofftechniker, Physiker und Gelehrter (
- 1925)
- 16. Januar: Laurent-Désiré Kabila, von 1997 bis 2001 Präsident der Demokratischen Republik Kongo (
- 1939)
- 21. Januar: Ludwig Engelhardt, deutscher Bildhauer (
- 1924)
- 24. Januar: Eduard Schütz, baptistischer Theologe (
- 1928)
- 26. Januar: Ingeborg Bingener, Autorin und Politikerin (Die Tierschutzpartei) (
- 1922)
- 28. Januar: Hartmut Reck, deutscher Filmschauspieler und Synchronsprecher (
- 1932)
- 28. Januar: Max Weiler, österreichischer Maler (
- 1910)
- 31. Januar: Heinz Starke, deutscher Politiker (
- 1911)
- 4. Februar: J. J. Johnson, US-amerikanischer Jazz-Musiker (
- 1924)
- 6. Februar: Kurt Neuwald, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe (
- 1906)
- 7. Februar: Anne Morrow Lindbergh, Ehefrau, Co-Pilotin und Navigatorin von Charles A Lindbergh (
- 1906)
- 8. Februar: Giuseppe Casoria, Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1908)
- 8. Februar: Tisa von der Schulenburg, deutsche Künstlerin und Ordensschwester (
- 1903)
- 9. Februar: Herbert Simon, Sozialwissenschaftler, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (
- 1916)
- 11. Februar: Maurice Zermatten, Schweizer Schriftsteller (
- 1910)
- 12. Februar: Kristina Söderbaum, Schauspielerin (
- 1912)
- 13. Februar: Manuela (Sängerin), deutsche Schlagersängerin (
- 1943)
- 16. Februar: Helen Vita, deutsche Chansonni??re, Schauspielerin und Kabarettistin (
- 1928)
- 17. Februar: Richard Wurmbrand, rumänischer lutherischer Pfarrer (
- 1909)
- 18. Februar: Balthus, polnisch-französischer Maler (
- 1908)
- 19. Februar: Charles Trenet, französischer Sänger, Komponist, Dichter und Maler (
- 1913)
- 19. Februar: Stanley Kramer, US-amerikanischer Regisseur und Filmproduzent (
- 1913)
- 21. Februar: José Alí Lebrún Moratinos, Erzbischof von Caracas und Kardinal der römisch-katholischen Kirche (
- 1919)
- 22. Februar: Evelyn Holt, deutsche Schauspielerin (
- 1908)
- 24. Februar: Claude Elwood Shannon, US-amerikanischer Mathematiker (
- 1916)
- 25. Februar: Paul Huber, Schweizer Komponist (
- 1918)
- 26. Februar: Jale Inan, türkische Archäologin (
- 1917)
- 26. Februar: Arturo Uslar Pietri, Venezolanischer Schriftsteller, Diplomat und Politiker (
- 1906)
- 28. Februar: Dale Earnhardt, US-amerikanischer NASCAR-Fahrer (
- 1951)
- 1. März: John Painter, ältester Mann der Welt (zweifelhaft) vom 29. April 1999 bis zu seinem Tod
- 4. März: Gerardo Barbero, Schachgroßmeister (
- 1961)
- 8. März: Ninette de Valois, Tänzerin des klassischen Balletts und Gründerin des Royal Ballet (
- 1898)
- 12. März: Robert Ludlum, US-amerikanischer Schriftsteller, Schauspieler und Produzent (
- 1927)
- 17. März: Boris Wiktorowitsch Rauschenbach, sowjetischer Physiker (
- 1915)
- 18. März: Kurt Muthspiel, österreichischer Chorerzieher und Komponist (
- 1931)
- 21. März: Heinrich Krebs, Richter am deutschen Bundessozialgericht (
- 1910)
- 22. März: William Hanna, US-amerikanischer Zeichentrickfilmer und Produzent (
- 1910)
- 22. März: Sabiha Gökçen, Kampfpilotin (
- 1913)
- 23. März: David McTaggart, Greenpeace-Aktivist und Funktionär (
- 1932)
- 26. März: Piotr Sobociński, polnischer Kameramann (
- 1958)
- 29. März: John Lewis (Pianist), US-amerikanischer Jazz-Musiker (Pianist und Komponist) (
- 1920)
- 31. März: Clifford Shull, Physiker (
- 1915)
- 31. März: Gillian Dobb, US-amerikanische Schauspielerin (
- 1929)
- 2. April: Jennifer Syme, Freundin des Schauspielers Keanu Reeves (
- 1972)
- 3. April: Martin Christoffel, Schweizer Schachspieler (
- 1922)
- 7. April: Beatrice Straight, US-amerikanische Schauspielerin (
- 1914)
- 9. April: Emil Carlebach, Widerstandskämpfer in Buchenwald, MdL und Journalist (
- 1914)
- 12. April: Harvey Ball, Erfinder des „Smileys“ (
- 1921)
- 15. April: Joey Ramone, US-amerikanischer Sänger der Band Ramones (
- 1951)
- 16. April: Klaus Kindler, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher (
- 1930)
- 17. April: Vera Brühne, mutmaßliche Doppelmörderin (
- 1910)
- 19. April: Edith Picht-Axenfeld, deutsche Cembalistin (
- 1914)
- 20. April: Giuseppe Sinopoli, italienischer Dirigent, Komponist, Mediziner und Archäologe (
- 1946)
- 22. April: Heiko Augustinus Oberman, reformierter Kirchenhistoriker (
- 1930)
- 23. April: Raymund Schmitt, Präsident des Bezirkstages von Unterfranken (
- 1930)
- 23. April: Albert Oeckl, deutscher Professor (
- 1909)
- 23. April: Carl Zimmerer, deutscher Wirtschaftswissenschaftler (
- 1926)
- 28. April: Evelyn Künneke, deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin (
- 1921)
- 28. April: Marie Jahoda, österreichische Soziologin (
- 1907)
- 29. April: Andy Phillip, US-amerikanischer Basketballspieler (
- 1922)
- 30. April: Andreas Kupfer, deutscher Fußballspieler (
- 1914)
- 2. Mai: Heinz te Laake, Künstler der Malerei, Kinetik und Skulptur (
- 1925)
- 2. Mai: Wolfgang Greese, deutscher Schauspieler (
- 1926)
- 4. Mai: Rudi Strahl, deutscher Dramatiker, Erzähler und Lyriker (
- 1931)
- 7. Mai: Elisabeth Reichelt, deutsche Kammersängerin und Koloratursopranistin (
- 1910)
- 9. Mai: Johannes Poethen, deutscher Schriftsteller (
- 1928)
- 9. Mai: Heinz Bethge, deutscher Physiker (
- 1919)
- 9. Mai: Nikos Sampson, zypriotischer Politiker, Präsident der Republik Zypern (
- 1935)
- 10. Mai: Werner Schuster, deutscher Politiker (
- 1930)
- 11. Mai: Douglas Adams, englischer Schriftsteller (
- 1952)
- 11. Mai: Klaus Schlesinger, deutscher Schriftsteller und Journalist (
- 1937)
- 12. Mai: Perry Como, US-amerikanischer Sänger (
- 1912)
- 13. Mai: Jason Miller, US-amerikanischer Schauspieler und Dramatiker (
- 1939)
- 15. Mai: Alexei Andrejewitsch Tupolew, russischer Flugzeugkonstrukteur (
- 1925)
- 19. Mai: Hans Mayer, deutscher Literaturwissenschaftler, Jurist, Sozialforscher, Kritiker (
- 1907)
- 19. Mai: Eliza Hansen, deutsche Klavierpädagogin, Pianistin und Cembalistin (
- 1909)
- 24. Mai: Wolfgang Kimmig, deutscher Prähistoriker (
- 1910)
-

Aserbaidschan

Aserbaidschan (aserbaidschanisch Azərbaycan/Azärbaycan) ist ein Turkstaat am Kaspischen Meer.

Geographie

Lage

Aserbaidschan liegt im Kaukasus und grenzt an Russland, Georgien, Armenien und den Iran. In der Autonomen Republik Nachitschewan, die eine Exklave darstellt, besitzt Aserbaidschan eine elf Kilometer lange Grenze mit der Türkei. Die Republik Aserbaidschan liegt bei 44° bis 52° östliche Länge und 38° bis 42° nördliche Breite.

Landschaftsbild

Es hat eine Fläche von 86.600 Quadratkilometer, davon 5.500 Quadratkilometer die Autonome Republik Nachitschewan. Mindestens 15% des Staatsgebiets werden vom Nachbarland Armenien kontrolliert, einschließlich Berg-Karabach und dessen Verbindungswegen nach Armenien. Der höchste Berg ist der Bazardüzü im Kaukasus mit 4.466 m. Der größte See ist der Sarisu mit 67 km². Die Kura mündet nach 1.515 km Länge in das Kaspische Meer. Zum Staatsgebiet gehören auch die Inseln Pirallahi und Tschilow auf dem Kaspischen Meer. Die Halbinsel Abşeron besitzt etliche Ölfelder. Das Land ist zu 11,5 % von Wald bedeckt, 1,6 % von Wasser und 50 % der Fläche nimmt Ackerland ein. Es leben etwa 18.000 Tierarten, darunter 102 Säugetierarten in Aserbaidschan.

Klima

In der sub-tropischen Zone gelegen weist das Klima Aserbaidschans erhebliche reliefbedingte Unterschiede auf. In den Niederungen herrscht Halbwüsten- und Steppenklima; in den Küstengebieten dagegen liegt ein subtropisches Klima vor. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 13,1°C.

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Baku 1.116.513 Einwohner, Gäncä 303.268 Einwohner, Sumqayıt 265.150 Einwohner, Mingäçevir 95.453 Einwohner, Qaraçuxur 72.989 Einwohner und Äli Bayramlı 70.220 Einwohner. Siehe auch: Liste der Städte in Aserbaidschan

Bevölkerung

Die Republik Aserbaidschan hat 8.328.000 Millionen Einwohner. 90% der Bevölkerung gehören zum Turkvolk der Aserbaidschaner. Den restlichen Anteil (10%) bilden Russen, Ukrainer, Talyschen, Juden, Kurden, Awaren, Mescheten (106.000), Tataren, Türken, Armenier, Georgier sowie Lesgier. 52% der Bevölkerung leben in Städten. 28% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum beträgt 0,89%. Infolge des bewaffneten Konflikts mit Armenien und der seit 1993 andauernden armenischen Besetzung dieser Gebiete leben 700.000 bis 800.000 Aserbaidschaner (Stand 2003) als Flüchtlinge unter miserablen Lebensbedingungen. Staats- und Amtssprache ist seit Ende der Sowjetunion allein Aserbaidschan-Türkisch (Eigenbezeichnung Azərbaycan Türkcəsi). Seit Dezember 1992 gilt wieder die türkisch-lateinische Schrift (siehe Neues türkisches Alphabet) und diese ist seit 2001 allgemein für den amtlichen Schriftverkehr verbindlich. Die Bedeutung des Russischen nimmt immer mehr ab. Es wird allerdings in der offiziellen Korrespondenz mit den anderen GUS-Staaten und der russischen Minderheit im Lande weiterhin verwendet. Siehe auch: Turksprachen

Religionen

Vorherrschende Religion ist der Islam. Aserbaidschan ist außer dem Iran, dem Irak und Bahrain das einzige Land mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit: Über 2/3 der Aserbaidschaner bekennen sich zur schiitischen und nur 1/3 zur sunnitischen Glaubensrichtungen. Während der Sowjetzeit war die Religionsausübung in Aserbaidschan wie auch in anderen zentralasiatischen Ländern verboten. Allerdings liegt die Zahl der Muslime, die den Islam praktizieren, etwas weniger als 60%. Bei den Frauen ist das Kopftuch nur bedingt verbreitet. In Aserbaidschan leben heute noch 25 - 30.000 Juden. Sie lassen sich in drei Gruppen unterteilen: aschkenasische Juden europäischer Herkuft, sogenannte Bergjuden mit einer eigenen Sprache, dem Tat, und georgische Juden. Am 9. März 2003 wurde in der Hauptstadt Baku eine neue Synagoge eröffnet.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Aserbaidschans Am östlichen Rande des Südkaukasus gelegen, gehört Aserbaidschan zu den ältesten industriellen Produktionsstätten von Energieträgern wie Öl und Gas. Bereits im frühen Mittelalter gehörte das als „griechisches Feuer“ bekannte Erdöl zum Exportschlager der Region um die Halbinsel Abscheron in Aserbaidschan. Im persischen Reich der Sassaniden dienten die Fundstätten von Öl und Gas auf dem Gebiet von Abscheron und in anderen Ortschaften von Aserbaidschan nicht nur der Bereicherung des kaiserlichen Schatzamtes, sondern erlangten auch ihre Bedeutung als wichtige Kultstätten der damals herrschenden zoroastrischen Religionslehre. Bis heute kann man in vielen Bezirken Aserbaidschans die Überreste der alten zoroastrischen Tempel in Ortschaften mit besonders intensiven natürlichen Erdgasemissionen finden. Die Ölfelder Abscherons wurden nach der Islamisierung Aserbaidschans als Quelle der sagenhaften finanziellen Wohlfahrt berühmt und zum Eigentum der religiösen Stiftungen (waqf) erklärt. Somit trugen sie erheblich zum Erhalt und ihrer Blüte bei. Der groß angelegte industrielle Abbau der kohlenwasserstoffhaltigen Energieträger auf dem Gebiet des heutigen Aserbaidschans ist jedoch auf engste Weise mit der so genannten „russischen“ Periode der Geschichte des Landes verbunden. Die russische Kolonialverwaltung im nördlichen Teil des Landes trieb Anfang der 1870er Jahre energisch die Versteigerung des Staatslandes auf der Halbinsel Abscheron voran. Ziel war es, private Investitionen für den Abbau der wirtschaftlich attraktiven Ressourcen der Region zu gewinnen. Der darauf folgende wirtschaftliche Aufschwung, verbunden mit der enormen Produktionssteigerung auf den Feldern von Abscheron, schaffte eine erfolgreiche Grundlage für die autarke Versorgung der russischen Wirtschaft mit wichtigen Produkten der petrochemischen Industrie wie Kerosin, Masut und Schmierstoffe. Während 1893 noch 51% der Weltförderung auf die USA und 46% auf Russland entfielen, hatte 1898 das Bakuer Revier die US-amerikanische Ausbeute überholt und stieg zum weltgrößten Erdölfördergebiet auf, welches auch den westeuropäischen Markt versorgte und sich mit amerikanischen Exporteuren einen harten Konkurrenzkampf lieferte. Nach der Sowjetisierung 1920 und der Verstaatlichung aller aserbaidschanischen Produktionsstätten erfolgten neue Investitionen in die petrochemische Industrie Aserbaidschans. Die Folge war ein erheblicher Anstieg der Produktion, obwohl die direkte Kontrolle seitens der Moskauer Zentrale über die strategischen Ressourcen Aserbaidschans keine Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Verteilung der Produktion seitens der aserbaidschanischen Republikführung zuließ. 1941 lieferte Aserbaidschan immerhin 175 Millionen Barrel Erdöl, was einem Anteil von 75% in der gesamtsowjetischen Produktion entsprach. Es ist deshalb nicht überraschend, dass die Ölfelder von Baku zu strategischen Zielen des Kaukasus-Feldzuges der Wehrmacht während des 2. Weltkrieges erklärt wurden. Mit der Exploration der neuen gigantischen Ölfelder in anderen Regionen der UdSSR, insbesondere in Westsibirien, ging die Bedeutung der aserbaidschanischen Ölquellen im wirtschaftlichen Leben der Sowjetunion allmählich zurück. Die hohe Qualität des aserbaidschanischen Erdöls, gemessen an seinem niedrigen Schwefelanteil, ermöglichte jedoch auch später seinen Einsatz als Treibstoff für Flugobjekte, insbesondere für Militärflugzeuge und Raketen. Außerdem lieferten die in Baku ansässigen Ausbildungseinrichtungen weiterhin das notwendige Fachpersonal für die sowjetische petrochemische Industrie. Das verursachte Chaos durch die militärischen Auseinandersetzungen um die Berg-Karabach-Region führte in ersten Jahren der Unabhängigkeit (erklärt am 18. Oktober 1991) zum Rückgang der gesamten nationalen Öl- und Gasförderung. In den nächsten Jahren wurde das niedrigste Förderungsniveau registriert: acht bis neun Millionen Tonnen jährlich.

Politik

Regierung

Aserbaidschan ist eine Präsidialrepublik mit einem Ein-Kammer-Parlament. Die Verfassung wurde am 12. November 1995 verabschiedet. Das aserbaidschanische Parlament, die Nationalversammlung (milli mäclis) hat 125 Sitze, die bislang nach einem gemischten Proportional- und Mehrheitswahlsystem für eine Periode von fünf Jahren gewählt werden. Ein Parlamentssitz wird für den Wahlkreis Berg-Karabach (Dağliq Qarabağ) freigehalten. Das Parlament wurde am 4. November 2000 für fünf Jahre gewählt. Die nächsten Wahlen finden am 6. November 2005 statt. Dann wird nach einem reinen Mehrheitswahlrecht in 125 Wahlkreisen gewählt. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der in geheimer, allgemeiner Wahl für die Periode von fünf Jahren gewählt wird. Das Amt des Staatspräsidenten hat İlham Äliyev (auch Ilham Alijew), Sohn des zuvor verstorbenen Staatspräsidenten Heydär Äliyev, inne. Er gehört der regierenden Partei Yeni Azərbaycan an. Nach der Wahl vom 15. Oktober 2003 verkündete man ein Ergebnis von über 80% für ihn. Er ließ sich am 31. Oktober 2003 inaugurieren. Ministerpräsident ist seit dem 4. November 2003 wieder Artur Rasizadä von der Präsidentenpartei Neues Aserbaidschan. Außenminister ist Elmar Mämmädyarov.

Opposition und Kritik an der Regierung

Die Opposition warf der Regierung bei den Präsidentenwahlen im Oktober 2003 Wahlbetrug vor. Internationale Wahlbeobachter (unter anderem von der OSZE) berichteten von Fälschungen und Einschüchterungsversuchen. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses kam es am 16. Oktober in der Hauptstadt Baku zu Unruhen, bei denen mindestens zwei Menschen getötet, viele verletzt und mehrere Oppositionspolitiker festgenommen wurden. Seit der Unabhängigkeit Aserbaidschans verlief außer der Präsidentenwahl 1992, aus der Äbülfäz Elçibäy als Sieger hervorging, jede Wahl undemokratisch. Der Oppositionspolitiker Qabil Hüseynli bezeichnet Aserbaidschan als "halbfeudal, von Clans und der Mafia beherrscht". Neun der zehn reichsten Männer des Landes sind Mitglieder der Regierung. Unter ihnen ist auch der Polizei- und der Zoll-Chef.

Mitgliedschaften in internationalen Institutionen

EBRD, Europarat, GUS, GUAM, IWF,NATO-Partnerschaft für den Frieden, OATCT, OSZE, Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation, UNO, Weltbank.

Der Konflikt um Berg-Karabach

Aserbaidschan befindet sich in einer langdauernden Auseinandersetzung mit der Nachbarrepublik Armenien um Berg-Karabach, ein Gebiet auf aserbaidschanischem Territorium, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, sich 1991 für unabhängig erklärte und inzwischen durch armenische Streitkräfte besetzt wurde. Für Details zu diesem Konflikt siehe den Artikel Berg-Karabach.

Militär

Es besteht eine allgemeine Wehrpflicht ab dem 18. Lebensjahr. Dauer: 1,5 Jahre Streitkräfte: 72.100 Der Anteil der Militärausgaben am BSP ist mit 6,6 Prozent im internationalen Vergleich sehr hoch.

Verwaltungsgliederung

BSP Aserbaidschan gliedert sich in:
- 59 Rajons (Rajonlar; Rajon - Singular),
- 11 Städte (Saharlar; Sahar - Singular),
- 1 Autonome Republik (Muxtar Respublika). Die Autonome Republik Nachitschewan gliedert sich in sechs Rayons und ein Sahar. 1. Babäk 2. Julfa 3. Naxçıvan Sahari 4. Ordubad 5. Sädäräk 6. Şahbuz 7. Şärur

Infrastruktur

Eisenbahnnetz: 2123 km (davon 1300 km elektrifiziert) Straßennetz: 24.981 km (92,3% befestigt) Motorisierung: 49 Kfz/1.000 Einwohner Internationaler Flughafen: Baku Hafen: Baku

Wirtschaft

Die Wirtschaft Aserbaidschans wächst sehr schnell. Das BIP stieg im Jahr 1999 um 7,4%, 2000 um 11,4% und 2001 um 9,9%. Diese Entwicklung basiert zu einem großen Teil auf einer expansiven Erdölindustrie, welche den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes darstellt. Zwischen 2000 und 2005 wuchs das BIP pro Kopf von 652 auf 1400 US-Dollar. Trotzdem leben nach Berechnungen der Weltbank 47 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Aserbaidschan fördert 477.000 Barrel (159 Liter) Erdöl pro Tag (2005). Für den Export des Öls wurde die BTC-Ölpipeline (Baku-Tiflis-Ceyhan-Ölpipeline) gebaut und im Sommer 2005 eröffnet. Sie kann täglich eine Millionen Barrel Rohöl von Baku in die türkische Hafenstadt Ceyhan transportieren. Die Kapazität kann später auf 1,8 Mio. Barrel pro Tag erhöht werden. Die Gewinne aus der Rohstoffförderung sollen in Zukunft in einen staatlichen Ölfonds fließen. Mit diesem soll für die Zukunft Aserbaidschans nach dem Ölzeitalter vorgesorgt und makroökonomische Stabilität geschaffen werden. Ein weiteres Ziel des Präsidenten Alijew ist es, die Armut zu mindern und damit der Opposition potentielle Unterstützer zu nehmen.

Kultur

Berühmte Aserbaidschaner


- Üsejir Hadschibejow (
- 18. September 1885 in Schuscha; † November 1948 in Baku) war ein Komponist und Autor der ersten Oper (namens "Leyli und Medschnun") im islamischen Orient
- Muhammed Fuzuli (
- 1495; † 1556) war ein Dichter aus dem Gebiet des heutigen Irak, der für seine lyrischen Werke eine bes