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Stepanakert

Stepanakert

Stepanakert (armenisch Stepanakert; aserbaidschanisch Xankändi ) ist eine Stadt in Bergkarabach, einer zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region. Früher war Stepanakert die Hauptstadt des Autonomen Gebietes Bergkarabach, das mehrheitlich (ca. 77 %) von Armeniern bewohnt war, jedoch 1923 von der Sowjetregierung der Aserbaidschanischen SSR zugesprochen wurde. Die Stadt hat 53.600 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004). Der Name der Stadt stammt von dem armenischen Kommunisten Stepan Schaumjan, der 1918 im russischen Bürgerkrieg erschossen wurde. Im Jahre 1988 forderte das Regionalparlament des Autonomen Gebietes Bergkarabach den Anschluss an Armenien, woraufhin es zu Pogromen gegen Armenier in Aserbaidschan kam und ein militärischer Konflikt ausbrach. Seit 1991 ist Stepanakert die Hauptstadt der international nicht anerkannten Nagorno-Karabachischen Republik.

Söhne und Töchter der Stadt


- Robert Kotscharian, der erste Präsident der Nagorno-Karabachischen Republik, seit 1998 Präsident der Republik Armenien Kategorie:Ort in Aserbaidschan

Armenische Sprache

Die armenische Sprache gehört zu den indoeuropäischen bzw. indogermanischen Sprachen. Unter diesen bildet das Armenische einen eigenen Zweig. Man unterscheidet drei Sprachformen des Armenischen: # Altarmenisch (auch Grabar), das seit dem 5. Jahrhundert geschrieben wurde und im kirchlichen Bereich auch noch in der Neuzeit verwendet wurde. In dieser Sprache wurde eine reichhaltige Literatur zu theologischen Themen, geschichtlichen Ereignissen, Poesie und Epik überliefert. # Ostarmenisch, die offizielle Sprache der Republik Armenien, die auch von der armenischen Sprachgemeinschaft im Iran gesprochen wird. # Westarmenisch, das ursprünglich in Anatolien beheimatet war, wird nach dem Genozid im und nach dem 1. Weltkrieg im Osmanischen Reich noch von vielen Armeniern in der Diaspora gesprochen. Die Gesamtzahl der Sprecher beträgt etwa 9 Millionen (Stand 1999), davon leben etwas mehr als 3 Millionen heute in der armenischen Republik. Armenisch hat im Wortschatz Ähnlichkeiten mit Griechisch (viele Parallelen bei etymologischen Wurzeln). Armenisch enthält auch viele Lehnwörter aus iranischen Sprachen (Parthisch, Mittelpersisch, Farsi), dem Französischen, dem Latein und dem Russischen. Seine Phonologie und Syntax wurden von den benachbarten kaukasischen Sprachen und Türkisch beeinflusst. Einige Dialekte des Armenischen besitzen Ejektive, was für indogermanische Sprachen atypisch ist und vermutlich auf den Einfluss der Umgebungssprachen zurückzuführen ist. Die Betonung liegt gewöhnlich auf der letzten Silbe. Armenisch hat ein reiches Kasussystem (7 Fälle), aber keine Genus-Unterscheidung. Die meisten alten synthetischen Verbformen wurden durch analytische Konstruktionen (mit Hilfsverb) ersetzt. Der Konjunktiv wird nicht mehr verwendet. Armenisch ist eine SPO-Sprache, das heißt die Wortststellung ist SubjektPrädikatObjekt. Die Position des unbestimmten Artikels variiert zwischen Ost- und Westarmenisch. Im Ostarmenischen geht er dem Nomen voran, im Westarmenischen folgt er auf das Nomen. Armenisch wird mit einem eigenen Alphabet geschrieben, das im 5. Jahrhundert von Mönchen entwickelt wurde. Es besteht aus 39 (ursprünglich 36) Buchstaben. Ein ähnliches Schriftsystem wird für das Georgische verwendet. Siehe auch: Armenisches Alphabet.

Weblinks


- Armenische Schrift auf [http://www.haias.net/kultur/armenische_schrift.html Deutsch] und auf [http://www.omniglot.com/writing/armenian.htm Englisch].
- Kurzbeschreibung der armenischen Sprache auf [http://www.sprachvermittler.com/Sprachen/Armenisch/armenisch.html Deutsch] und auf [http://www.lmp.ucla.edu/profiles/profa02.htm Englisch]
- [http://www.cilicia.com/ Linksammlung zu armenischer Sprache und Kultur]. Auf Englisch. Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Armenien ja:アルメニア語 th:ภาษาอาร์เมเนีย

Aserbaidschanische Sprache

Die aserbaidschanische Sprache, kurz auch Aserbaidschanisch (Azərbaycanca), Aseri (Azərice) ist die Bezeichnung für die überwiegend im Iran, Türkei und Republik Aserbaidschan (Amtssprache) gesprochene Sprache. Eigenbezeichnungen sind:
- Azərbaycan Türkcəsi (deutsch Aserbaidschan - Türkisch)
- Azərbaycan dili (deutsch Aserbaidschan Sprache)
- Azərbaycan Türk dili (deutsch Aserbaidschan - türkische Sprache). Sie gehört zu den südlichen Turksprachen. 1994 wurde die heutige Sprachbezeichnung eingeführt.

Allgemeines

Die aserbaidschanische Sprache lässt sich in zwei große Hauptblöcke einteilen, das Nordaserbaidschanische und das benachbarte Südaserbaidschanische. Ferner ist Aserbaidschanisch die wichtigste Minderheiten-Sprache Südaserbaidschans im heutigen Iran.

Sprecherzahl

In der heutigen Republik Aserbaidschan gaben bei der Volkszählung (1979) 5,7 Millionen Menschen Aserbaidschanisch als Muttersprache und rund 27 % der Minderheiten als Zweitsprache an. Rund 860.000 Aserbaidschaner leben auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR. Davon 300.474 in Georgien, 282.713 in Russland (davon 90 % in Dagestan), 84.590 in Armenien und 78.460 in Kasachstan. Im benachbarten Iran werden offiziell 5,8 Millionen Sprecher des Aserbaidschanischen angegeben. Die auf rund 2,5 Millionen geschätzten „Turkomanen“ des Irak sind mehrheitlich als Sprecher des Aserbaidschanischen anzusehen. Bis zum Jahre 1992 wurde von den Russen und auch von den Aserbaidschanern die ältere Sprachbezeichnung Azəri Türkçesi (Aseri-Türkisch) für die Amtssprache Aserbaidschans verwendet, die heute allerdings nur noch von der türkischen Turkologie weiter verwendet wird. Turkologie Mit der Übernahme des Neuen Türkischen Alphabetes (1992) wurde nun die Bezeichnung Türkçe auf das Aserbaidschanische angewandt. In der Türkei können die ostanatolischen Dialekte ab Erzurum als Aserbaidschanisch angesehen werden. Der Language Code ist az bzw. aze (nach ISO 639).
- siehe auch: Vergleichende Betrachtung der Turksprachen

Nordaserbaidschanisch

Nordaserbaidschanisch (Eigenbezeichnung: Türkçe beziehungsweise Türk dili) ist die Bezeichnung für die Variante des Aserbaidschanischen im Kaukasus und der Ost-Türkei. Es gehört heute zur südtürkischen Gruppe innerhalb der Turksprachen. Es ist heute Staatssprache der Republik Aserbaidschan.

Sprecherzahl und Dialekte

Nordaserbaidschanisch ist die Muttersprache von rund 6,8 Millionen Menschen, weitere 4 Millionen sind zweisprachig. Das Nordaserbaidschanische zerfällt in zahlreiche Mundarten, die auch weit nach Süden und in den Westen ausstrahlen: Kuba, Derbent, Baku, Şemaxa, Salianı, Lənkoran oder auch Länkoran, Qazaq, Airym, Borcala, Terekeme, Kızılbaş, Nuqa, Zakatalı (Mugalı), Kutkasen, Erevan, Naxçevan, Ordubad, Kirovabad, Susa (Qarabaq), Karapapak .

Geschichte und Alphabete

Das Nordaserbaidschanische bildete einst mit dem Südaserbaidschanischen die Sprachgruppe des Alt-Aserbaidschanischen. Das Altaserbaidschanische gilt als unmittelbarer Erbe des Oghusischen und hat, neben dem Türkischen, die turkmenische Sprache als engere Verwandte. Es ist damit eine der südtürkischen Sprachen. Die Sprache ist seit dem 11. Jahrhundert Schriftsprache und wurde mit dem arabischen Alphabet geschrieben. Ab dem 12. Jahrhundert begann die Trennung des eigentlichen Aserbaidschanischen vom Türkeitürkischen, die bereits um 1450 vollzogen war. 1828 wurde das altaserbaidschanische Sprachgebiet zwischen Russland und Persien geteilt: das nördliche Sprachgebiet kam an das russische Zarenreich, während das südliche an den persischen Schah fiel. Aus dem nördlichen Sprachgebiet ging in der Folgezeit das "Neu-Aserbaidschanische" – eben die als "Nordaserbaidschanisch" bekannte Sprache – hervor, während das südliche Sprachgebiet im Wesentlichen auf dem Lautstand des Alt-Aserbaidschanischen verblieb. Infolge der Grenzziehung zwischen Russland und dem Osmanischen Reich fiel ein großer Teil des nordaserbaidschanischen Sprachgebietes an die heutige Türkei. 1923 wurde in Baku den Turkvölkern ein lateinisch-basiertes Alphabet vorgestellt, das so gut entwickelt war, dass es schließlich von allen nichtslawischen Völkern Russlands übernommen wurde: Das „einheitliche türkische Alphabet“, das die Aserbaidschaner ursprünglich „Yeni Yol“ (neuer Weg) nannten. 1930 wurde dieses Alphabet verbindlich für Aserbaidschan übernommen, doch musste die Landessprache ab 1940 in einem angepassten kyrillischen Alphabet geschrieben werden. Ab dem 22. Dezember 1992 wurde von Aserbaidschan das türkeitürkische Alphabet übernommen, das um 5 Zusatzzeichen ergänzt wurde. Dieses Alphabet heißt nun – wie auch ursprünglich in der benachbarten Türkei – „neues türkisches Alphabet“. Die Vertreter der Turkstaaten der ehemaligen UdSSR beschlossen, dieses Alphabet bis 2005 zu übernehmen.

Gegenüberstellung der lateinischen und kyrillischen Buchstaben Nordaserbaidschans

(Aa Аа), (Əə Әә), (Bb Бб), (Cc Ҹҹ), (Çç Чч), (Dd Дд), (Ee Ее), (Ff Фф), (Gg Ҝҝ), (Ğğ Ғғ), (Hh Һһ), (Xx Хх), (Iı Ыы), (İi Ии), (Jj Жж), (Kk Кк), (Qq Гг), (Ll Лл), (Mm Мм), (Nn Нн), (Oo Оо), (Öö Өө), (Pp Пп), (Rr Рр), (Ss Сс), (Şş Шш), (Tt Тт), (Uu Уу), (Üü Үү), (Vv Вв), (Yy Јј), (Zz Зз). "ə" kann im Aserbaischanischen auch mit "ä" wieder gegeben werden, da beide Formen erlaubt sind; "ə" ist zwar vorherrschend, soll aber langfristig durch "ä" abgelöst werden. Am 1. Januar 2003 wurde allein das lateinische Alphabet für den amtlichen Schriftverkehr verbindlich und die kyrillische Schrift – gegen den Protest Russlands und der russischen Minderheit im Lande – endgültig abgeschafft. Der Language Code ist AZE.

Südaserbaidschanisch

Südaserbaidschanisch (Eigenbezeichnung: Turki beziehungsweise Turk dili) ist die Bezeichnung für die meistvertretene türkische Sprachgruppe im Iran. Es gehört ebenfalls zur südtürkischen Gruppe innerhalb der Turksprachen. Als Alternativbezeichnungen gelten „Aseri“ oder auch „Aseri-Türkisch“.

Sprecherzahl und Dialekte

Die gesamte Sprecherzahl beläuft sich auf rund 13,865 Millionen. Ungefähr 13 Millionen Menschen oder 20 % der Bevölkerung geben im Iran dann auch „Turki“ als Muttersprache an, und von diesen sind dann auch rund 9,8 Millionen als „aserbaidschanische Minderheit“ von der schiitischen Regierung anerkannt. Umstritten ist jedoch die sprachliche Zugehörigkeit der sogenannten „Chorassan-Türken“ im nordwestlichen Iran. Von der Wurzel her ist sie jedoch als (Süd-)Aserbaidschanisch anzusehen, weist aber zahlreiche Übergänge in die benachbarten Turksprachen Turkmenisch und Usbekisch auf. In dieser Zahl sind auch die rund 290.000 Afşar, 5.000 Aynallu, 7.500 Baharlu, 1.000 Moqaddam, 3.500 Nafar, 1.000 Pişagçi, 3.000 Qajar, 2.000 Qaragozlu und 65.000 Şahsavani (1978) enthalten. Rund 5.000 Sprecher des Südaserbaidschanischen leben heute in Afghanistan. Die Volksgruppe der irakischen Turkomanen, die auf eine Kopfzahl zwischen 900.000 (UNO-Angabe) und 2,5 Millionen (Eigenangabe) geschätzt werden, und die 30.000 „Türken“ in Syrien (1961) gelten im Allgemeinen als Sprecher des Südaserbaidschanischen. Die Diskrepanz zwischen den Angaben im Irak ergeben sich durch die koloniale Erfahrung , also der osmanischen Besatzungszeit , türkisch galt in weiten Teilen des Landes als Umgangssprache , gerade innerhalb des kurdischen Adels und der Stadtbevölkerung , so dass man zwischen der tatsächlichen Anzahl von Türkmenen und türkischsprachigen Menschen unterscheiden muss , insbesondere in Städten wie Kerkuk, Musil oder Arbil , war türkisch Umgangsprache und wurde erst mit der Staatsgründung des Irak , langsam durch Arabisch, später durch Kurdisch verdrängt , so dass die tatsächliche Anzahl türkischsprachiger Menschen die zwei Millionen Marke überschreitet , während die Zahl der Türkmenen als niedriger anzusetzen ist Rund 530.000 Aseri-Sprachler leben offiziell in der Türkei, doch dürfte ihre Zahl dort aber wesentlich höher sein. Einige Hundert Südaserbaidschaner leben auch in Jordanien, und werden dort den „Türken“ zugerechnet, während sie sich selbst als „Turkmenen“ bezeichnen. Südaserbaidschanisch zerfällt in zahlreiche Dialekte: Aynallu (Inallu, Inanlu), Karapapak, Tabriz, Afşari (Afşar, Afsar), Şahsavani (Şahseven), Moqddam, Baharlu (Kameş), Nafar, Qaragozlu, Pişagçi, Bayat und Qajar. Als eigenständige aseri-türkische Dialekte gelten auch die Sprachen der Teimurtaş, das auch als „Teimuri“, „Timuri“ oder „Taimouri“ bekannt ist, in Mazandaran. Dieser entstammt usbekisch-turkmenischer Wurzel, und die rund 7.000 Sprecher führen sich auf den Mongolenherrscher Timur zurück. Die Volksgruppe der Salçug (Provinz Kerman) gelten als Nachfahren der Seldschuken, während die Herkunft der Qaşqai noch nicht ganz geklärt ist. Doch gilt als gesichert, daß ihre Vorfahren überwiegend oghusischer Herkunft waren.

Geschichte und Schrift

Südaserbaidschan teilte bis 1828 die Geschichte der späteren Republik Aserbaidschan. Mit der nun erfolgten Trennung mit den nördlichen Dialekten des Aserbaidschanischen – aus ihnen ging in der Folgezeit das „Neu-Aserbaidschanische“ hervor – verblieb das südliche Sprachgebiet auf dem Lautstand des Altaserbaidschanischen. Seit alters her wird für das Südaserbaidschanische das persisch-arabische Alphabet verwendet. Doch in neuerer Zeit gehen viele Südaserbaidschaner dazu über, das Lateinalphabet Nord-Aserbaidschans als Schriftsprache zu verwenden. Aber dennoch gibt es in der Lateinschrift der Südaserbaidschaner einen deutlichen Unterschied: sie verwenden überwiegend das standardmäßige „ä“ anstelle des in Nordaserbaidschan gängigen „ə“, obgleich dieses Sonderzeichen auch bei ihnen Verwendung findet .

Weblinks


- [http://www.omniglot.com/writing/azeri.htm Aserbaidschanische Alphabete und Sprachbeispiele] Kategorie:Turksprachen ja:アゼルバイジャン語

Bergkarabach

Bergkarabach ist ein Gebiet in Aserbaidschan (bis 26. November 1991 ein Autonomes Gebiet, abgeschafft durch die Sonderentscheidung des aserbaidschanischen Parlaments) mit 146.000 Einwohnern (Stand 1. Januar 2003) und einer Fläche von 4.400 km². Hauptstadt ist Stepanakert (armenischer Name der Stadt) bzw. Xankəndi (aserbaidschanischer Name der Stadt) und ist auch unter der alten Umschrift Chankendi bekannt. Das Gebiet ist derzeit von Truppen der Republik Bergkarabach besetzt, die dieses Gebiet beansprucht. Bergkarabach Der aserbaidschanische Name ist Dağlıq Qarabağ. "Qara bağ" ist aserbaidschanisch und bedeutet „Schwarzer Garten". Die Bezeichnung rührt vermutlich daher, dass sich das z.T. wasserreiche Karabach mit seinen dunklen Nadelwäldern von den umliegenden Gebieten landschaftlich abhebt. Im Armenischen heißt es Արցախ' (Arts'ach). International gebräuchlich ist die russische Bezeichnung Нагорный Карабах, die üblicherweise als „Nagorny Karabakh" transkribiert wird. Das Klima ist sehr kontinental, d.h. es gibt heiße, meist trockene Sommer und kalte Winter.

Geschichte

Bergkarabach ist eine seit dem Mittelalter mehrheitlich armenisch besiedelte Gebirgsregion und dem christlich-armenischen Kulturkreis zugehörig. In Folge der arabischen Besetzung im 8. Jahrhundert stand Karabach unter der Kontrolle verschiedener vorwiegend islamischer Völker, z.B. Kurden, Araber, Lesgier, Perser und ins Niederkarabach zugewanderten nomadischen Turk–Stämmen. Bis ins 18. Jahrhundert konnten sich lokale armenische Fürstentümer halten, die als Vasallenherrscher der Khanen von Gäncä und Karabach regierten. 1805 unterstellte sich der Khan von Karabach dem Russischen Reich. 1813 trat Persien im Vertrag von Gülistan Karabach und andere Khanate offiziell an Russland ab, wobei Karabach Teil des Gouvernements Elisawetpol wurde. Nach dem Persisch-Russischen Krieg von 1827/28 siedelten viele Armenier aus dem persischen Herrschaftsgebiet nach Bergkarabach über. Die meisten Armenier in Bergkarabach sind deshalb Abkömmlinge dieser Zugewanderten, denn es gab damals weniger Armenier in Bergkarabach als heute. Für das bessere Verständnis des Konflikts ist wichtig, dass die Armenier sich mit dem nach Süden drängenden Russischen Reich verbündeten, weil sie eine christliche Schutzmacht bzw. Oberherrschaft wünschten, was Russland selbstverständlich nur zupass kam, während sich die Muslime von den Russen unterdrückt fühlten. Dieses Moment spielt bis heute eine wichtige Rolle. Die damals etablierten Grenzen sind auch der Grund dafür, dass bis heute der südliche Teil Aserbaidschans im Iran liegt.

Bergkarabach ab 1917

Nach der Oktoberrevolution von 1917 erhoben sowohl Armenien als auch Aserbaidschan Anspruch auf Bergkarabach. Das „Zentralkomitee der Sowjetrussischen Kommunistischen Partei" gliederte es im Juli 1921 als sog. Autonomes Gebiet der Aserbaidschanischen SSR an (offiziell seit 1923). Lange blieb es still um Bergkarabach, bis es in den 60er Jahren erneut zu vereinzelten Unruhen kam. Die Armenier fühlten sich diskriminiert und waren besorgt, weil ihr Anteil an der Bevölkerung in Berg-Karabach langsam aber stetig abnahm (1926: 93,5% 1989: 77%).

Von 1988 bis zum Ende der Sowjetunion

1988 eskalierte der Konflikt. Es gab Schießereien mit mehreren Toten und Massendemonstrationen in Armenien und Aserbaidschan. Am 28. und 29. Februar kam es in der Stadt Sumgait nördlich von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku zu anti-armenischen Pogromen, bei denen Dutzende Armenier ums Leben kamen. In der Folge kam es zu beidseitigen Ausweisewellen der jeweiligen Minderheit, die zu bewaffneten Auseinandersetzungen führten, die auch Truppen der Roten Armee der schon sehr schwachen Zentralregierung in Moskau nicht zu beenden wussten.

Der Krieg um Bergkarabach von 1992 bis 1994

Es kam zum blutigen Krieg mit dem massiven Einsatz aller Waffengattungen. Anfangs war die Lage vollkommen chaotisch, weil die innenpolitische Situation in Armenien und Aserbaidschan extrem instabil war, außerdem kämpften aus der Roten Armee desertierte Russen, Ukrainer u.a. als Söldner auf beiden Seiten. Aserbaidschan war sowohl in Bezug auf die Anzahl der Soldaten als auch auf die technische Ausrüstung überlegen. Mit der Unterstützung der Streitkräfte Armeniens wurden jedoch die aserbaidschanischen Militäreinheiten hinter die heutige Frontlinie zurückgedrängt, wobei 15,25 % des aserbaidschanischen Territoriums besetzt wurden. Seit dem 12. Mai 1994 ruhen die Waffen. Beide Seiten nahmen im Verlauf des Krieges ethnische Säuberungen vor, die bei weitem schlimmer waren als das Massaker von Sumgait. Es starben schätzungsweise 17.500 Armenier und 25.500 Aserbaidschaner, 700.000-1.000.000 Aserbaidschaner und 300.000 Armenier wurden zu Flüchtlingen. Zur Zeit bildet die Nagorno-Karabachische Republik, die Bergkarabach und umliegende besetzte aserbaidschanische Bezirke umfasst, ein international nicht anerkanntes Stabilisiertes De-Facto-Regime, in dem nach Vertreibungen praktisch keine Aserbaidschaner mehr leben. Ein Anschluss an Armenien wird mittelfristig erstrebt, stößt jedoch auf internationaler Seite vor weitgehend auf Ablehnung (vor allem der Turkstaaten). Auch die Republik Armenien erkennt die Unabhängigkeit von Bergkarabach offiziell nicht an, um die Situation nicht noch weiter zu verschärfen. Sie führt die Friedensverhandlungen mit Aserbaidschan.

Der Konflikt aus juristischer Sicht

Im Bergkarabach–Konflikt steht das Recht auf Selbstbestimmung eines Volkes dem Recht auf territoriale Integrität eines Staates gegenüber.

Die armenische Position

Am 31. August 1991 erklärte die Aserbaidschanische SSR ihren Austritt aus der UdSSR gemäß Art. 72 der Verfassung der UdSSR von 1977, der das Recht zum „freien Austritt aus der UdSSR“ garantierte. Ein Regulierungsmechanismus wurde durch das Gesetz der UdSSR vom 3. April 1990 „Über das Verfahren der Entscheidung von Fragen, die mit dem Austritt einer Unionsrepublik verbunden sind“ geschaffen. Dort war ein Schutz für die einer Unionsrepublik Angehörigen Autonomen Gebiete bzw. Autonomen Republiken festgeschrieben: das Recht, sich durch Volksabstimmung gegen den Austritt der UdSSR zu entscheiden und außerdem über ihren Rechtsstatus selbst zu bestimmen. Diese Möglichkeit nahm Bergkarabach am 2. September 1991 wahr und erklärte sich zur Unionsrepublik im Staatsverband der UdSSR, was durch Volksabstimmung am 10. Dezember 1991 bestätigt wurde. Prof. Dr. Otto Luchterhandt, Universität Hamburg: „Als nach dem Untergang der UdSSR (25. Dezember 1991) die Republik Aserbaidschan international anerkannt und in die KSZE/OSZE aufgenommen wurde, gehörte ihr deswegen nach damals geltendem UdSSR-Recht die Republik Bergkarabach schon gar nicht mehr an. Für den Rechtsstatus von Bergkarabach hatte daher die völkerrechtliche Anerkennung Aserbaidschans durch die Staatengemeinschaft unmittelbar keine Bedeutung, da die völkerrechtliche Anerkennung eines Staates sich nur auf den Staat als solchen, als „abstraktes Subjekt“, nicht aber auf seine konkreten Grenzen bezieht." [http://www.deutsch-armenische-gesellschaft.de/dag/vorr.htm]. Formal beansprucht die Republik Armenien Bergkarabach nicht für sich, sondern unterstützt lediglich die Nagorno-Karabachische Republik in ihrem Kampf um Unabhängigkeit.

Die aserbaidschanische Position

Die Abschaffung der Autonomie von Bergkarabach hängt mit der Sonderentscheidung des aserbaidschanischen Parlaments vom 26.11.1991 zusammen. Gemäß dem Artikel 4 des Verfassungsgesetzes über die Unabhängigkeit der Republik Aserbaidschan vom 18.10.1991 blieb die Verfassung der Aserbaidschanischen SSR von 1978 in Kraft. Artikel 70 der Verfassung von 1978: Das Territorium der Aserbaischanischen SSR darf ohne ihre ausdrückliche Zustimmung nicht geändert werden. Artikel 78: Der Aserbaischanischen SSR gehören die Autonome SS Republik Naxçıvan und das Autonome Gebiet Bergkarabach (AGBK). Wiederum Artilkel 83: AGBK ist ein autonomes Gebiet innerhalb der Aserbaidschanischen SSR. Artikel 114: Nur der Oberste Sowjet der Aserbaidschanischen SSR ist befugt über die Grenzen von AGBK zu entscheiden. Die Entscheidung über die Unabhängigkeit Bergkarabachs wurde von der Versammlung angenommen , deren Legislaturfrist bereits am 30. September 1990 abgelaufen war und wo die Vertreter des Bezirks Schaumjan anwesend waren, der nicht ein Teil des Verwaltungsgebiets von AGBK war und deren Entscheidung von der Versammlung der Volksdeputierten der UdSSR ohne jegliche Reaktion blieb. Offiziell und völkerrechtlich gesehen ist das Gebiet immer noch aserbaidschanisches Territorium. In den gegenwärtigen Grenzen wurde Aserbaidschan im März 1992 in die UNO aufgenommen und wurde als solches auch von Armenien anerkannt. Bis Ende 1991 gab es keine UdSSR mehr, die die hypothetische und höchst zweifelhafte Rechtmäßigkeit der Volksabstimmung in Bergkarabach anerkennen könnte.

Fazit

Für die internationale Gemeinschaft sind weniger rechtliche Feinheiten entscheidend bei der Abwägung zwischen Selbstbestimmungsrecht und Recht auf territoriale Integrität. Entscheidendes Moment in solchen Konflikten ist vielmehr, welche Konsequenzen eine mögliche Entscheidung hätte. Hierbei spielen die regionalen Interessen der Türkei, Russlands, des Irans und der USA eine wichtige Rolle, die auf den Ölreserven Aserbaidschans beruhen. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der territorialen Integrität Aserbaidschans aus. Der Weltsicherheitsrat hat 1993 vier Resolutionen bezüglich der Bergkarabach-Frage verabschiedet, die den Abzug der armenischen Truppen aus den besetzten aserbaidschanischen Bezirken forderten und denen bis heute nicht Genüge getan worden ist [http://www.state.gov/p/eur/rls/or/13508.htm]. Der Europarat hat die Okkupation von 15,25 % des aserbaidschanischen Staatsgebietes (Bergkarabach und Nachbarbezirke) durch die Republik Armenien zuletzt in einer Resolution vom Januar 2005 als rechtswidrig gerügt [http://assembly.coe.int/Documents/AdoptedText/TA05/ERES1416.htm].

Die weitere politische Entwicklung

1992 hat die Minsker Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (seit 1994 OSZE, zwischen 1975-1994 Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – KSZE) ihre Arbeit aufgenommen, deren wichtigste Aufgabe es ist, einen internationalen Beitrag zur friedlichen Lösung des Bergkarabach-Konfliktes zu leisten. Zu den Mitgliedern dieses Gremiums gehören neben den direkt am Konflikt beteiligten Seiten elf weitere Staaten, darunter auch Russland, die USA, Frankreich, die Türkei, Deutschland, Italien u.a. Seit 1997 wird dieses Gremium von einer dreiköpfigen russisch-amerikanisch-französischen Gruppe von Ko-Vorsitzenden geleitet. Sie unternehmen regelmäßige Reisen in die Krisenregion und unterbreiten den beteiligten Seiten verschiedene Lösungsvorschläge, die vollendete Tatsachen (armenische Kontrolle über Bergkarabach und die sechs umliegenden aserbaidschanischen Bezirke) mit der territorialen Integrität Aserbaidschans zu vereinbaren versuchen. Doch diese Vorschläge und auch die 1994 während der Budapester Gipfelkonferenz der OSZE erzielten scheinbaren Durchbrüche im Konfliktlösungsprozess blieben erfolglos. Der Konflikt erwies sich als destruktiver Faktor so weit reichend, dass die durch ihn verursachten innenpolitischen Krisen in beiden Ländern mehrmals zum Umsturz der amtierenden Regierungs- und Staatschefs führten. Nach dem aserbaidschanischen Präsidenten Eltschibej fiel auch der armenische Präsident Levon Ter-Petrosjan Anfang Februar 1998 dem Berg-Karabachkonflikt „zum Opfer". Seit 1998 sind die Friedensverhandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien auf die Ebene der im unregelmäßigen Turnus stattfindenden Zusammentreffen der aserbaidschanischen und armenischen Präsidenten verlegt worden. In beiden beteiligten Ländern wächst eine durch Krieg oder Flüchtlingselend geprägte Generation heran, die Zivilgesellschaften sind schwach. Eine Bewegung wie „Frieden jetzt!" in Israel scheint in der gegenwärtigen Periode des Hasses reine Utopie zu sein, ganz im Gegenteil versuchen die Oppositionsparteien sich mit besonderem Nationalismus zu profilieren. Ohne Druck von außen wird es in absehbarer Zeit keine Lösung geben. „Die politische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zukunft Aserbaidschans und Armeniens liegt in der gemeinsamen Mitgliedschaft in der NATO und in der EU. Doch dieses Ziel wird nur zu realisieren sein, wenn zuvor der Nagorny–Karabach–Konflikt politisch am Verhandlungstisch gelöst ist. Armenien wird sich aus Berg–Karabach und den besetzten aserbaidschanischen Gebieten vollständig zurückziehen müssen. Im Gegenzug wird Aserbaidschan Nagorny–Karabach einen autonomen Status zuerkennen müssen, der eine armenische Regierung in Stepanakert akzeptiert. Der Korridor von Nagorny–Karabach nach Armenien muss durch eine UN-Friedenstruppe gesichert werden. Beide Staaten werden Gewinner einer politischen Lösung des Nagorny–Karabach–Konfliktes sein."

Literatur


- Johannes Rau: Der Nagorny-Karabach-Konflikt (1988-2002). Verlag Dr. Köster, Berlin 2003, ISBN 3-89574-510-3

Weblinks


- [http://www.travel-images.com/nagorno-karabakh.html Bergkarabach - Bilder]
- [http://www.europarl.eu.int/meetdocs/delegations/caus/20040310/524690de.pdf PDF-Dokument des Europaparlaments über Armenien] Kategorie:Aserbaidschan Kategorie:Armenien Kategorie:Kaukasus ja:ナゴルノ・カラバフ ko:나고르노카라바흐

Armenien

Armenien (armen.: Հայաստան (Hajastan)) ist ein Staat im Kaukasus (Vorderasien). Er erlangte mit Auflösung der UdSSR 1991 seine Unabhängigkeit.

Geographie

Armenien liegt zwischen 38° 51' und 41° 16' nördlicher Breite sowie 43° 29' und 46° 37' östlicher Länge. Es grenzt im Westen an die Türkei, im Süden an die Aserbaidschanische Exklave Nachitschewan und an Iran, im Osten an Aserbaidschan und im Norden an Georgien. Armenien ist ein Gebirgsland – 90% der Fläche Armeniens liegen mehr als 1.000 m über dem Meeresspiegel. Von Norden her erstrecken sich die über 3.000 m hohen Ausläufer des Kleinen Kaukasus. Der höchste Berg ist der erloschene Vulkan Aragac (4.090 m). Zudem stellen Erdbeben eine große Gefahr dar. Der größte See Armeniens ist der östlich von Eriwan ca. 1.900 m hoch gelegene Sewansee mit einer Fläche von 1.417 km². Die längsten Flüsse Armeniens sind Aras, Vorotan und Kasah. Die größten Städte sind (Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2005): # Eriwan: 1.093.499 # Gjumri: 148.383 # Wanadsor: 101.099 # Etschmiadsin: 49.514 # Hrasdan: 40.796 Siehe auch: Liste der Städte in Armenien

Bevölkerung und Sprache

In Armenien ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung rückläufig. Zwischen 1991 bis 1998 sind ca. 740.000 bis 780.000 Menschen vor allem nach Russland und in andere Staaten der GUS emigriert. Von den Einwohnern des Landes sind 95% Armenier, 2% Russen, 1% Azeri. Die restlichen 2 Prozent machen zu einem Großteil Kurden aus. Die armenische Sprache ist ein Teil der indogermanischen Familie, das armenische Alphabet wurde am Anfang des 5. Jahrhunderts durch Mesrop Maschtoz erstellt. Seit damals ist das Alphabet die feste Grundlage der nationalen Sprache und der Kultur geworden. Die dominierende Religion im Land ist die Armenische Apostolische Kirche, ihr gehören etwa 94% der Bevölkerung an. Es gibt eine katholische Minderheit des armenisch-katholischen Ritus, auch Armenisch-Katholische Kirche genannt.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Armeniens Um 850 bis 600 v. Chr. befindet sich das Reich von Urartu im Gebiet Armeniens. Etwa 518 v. Chr. wird Armenien in das Perserreich der Achaimeniden eingegliedert, das durch den Perserfeldzug Alexanders des Großen (334-323 v. Chr.) in dessen Reich eingegliedert wird. 190 v. Chr. macht die Dynastie der Artachiden Großarmenien zu einem unabhängigen Königreich. Um 95 bis 55 v. Chr. ist der Höhepunkt des Artachidenstaates und des antiken Königreiches der Armenier unter Tigran dem Großen, der sich zum König der Könige ausrufen lässt. Sein Bündnis mit Mithridates von Pontos bringt ihn in den Konflikt mit den Römern, deren Oberhoheit er am Schluss anerkennen muss. Den in Mesopotamien und dem Iran herrschenden Parthern gelingt es in den Jahren unserer Zeitrechnug, Vertreter des eigenen Herrscherhauses der Arsakiden (Arshakuni) auf den Thron zu setzen, was die Römer 66 n. Chr. anerkennen. 252 bis 297 gelingt es den Sassaniden, Großarmenien unter ihren Einfluss zu bringen. Erst als Diokletian die Sassaniden 297 besiegt, müssen diese die Oberhoheit aufgeben - Trdat III. aus dem Haus der Arsakiden besteigt den Thron, der 301n.Chr. das Christentum in Armenien einführt. Armenien wird so der erste christliche Staat der Welt. Im Jahr 301 wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt. 387 teilen Rom und das persische Reich der Sassaniden das großarmenische Königreich untereinander auf. Dennoch entwickeln die Armenier eine hochstehende christliche Kultur, Literatur und Baukunst - vor allem nach der Schaffung eines eigenen Alphabets durch Mesrob Masthoc im Jahr 405. Als die Sassaniden unter Yazdegerd II. versuchen, die zoroastrische Staatsreligion in Armenien einzuführen, kommt es zu einem Aufstand der Armenier. Es folgt ein langer Guerillakrieg, der schließlich mit der Anerkennung des Christentums 484 endet. Im 6. Jh. wird Armenien zu einem der Hauptkampfgebiete zwischen dem byzantinischen Reich und den Sassaniden. Von 591 bis etwa 640 gelingt es den Byzantinern, den Großteil von Großarmenien unter ihre Kontrolle zu bringen, allerdings führt die Besetzung zu Aufständen des armenischen Adels. Den Arabern gelingt es, nach mehreren Wechseln in der Oberhoheit zwischen Byzanz und dem Kalifat, bis 700 ihre Herrschaft dauerhaft im Land zu errichten. Im 8. und 9. Jh. kommt es zu einer Reihe von Aufständen von Teilen des armenischen Adels, die oft blutig niedergeschlagen werden; während dieser Zeit wechselt die Führung im Adel vom Geschlecht der Mamikonean zu dem der Bagratiden (Bagratuni), die ihre Macht auch auf Teile Georgiens ausdehnen können. Aschot I. gelingt es dann unter Ausnutzung der allmählichen Schwächung des Kalifats 885/886, wieder ein armenisches Königreich zu errichten, das sowohl vom Kalifen als auch vom byzantinischen Kaiser anerkannt wird. Aschot II. (915-928) bringt die Freiheitskämpfe zum Abschluss. In der zweiten Hälfte des 11. Jh. geht das Reich durch unglückliche Kriege und innere Zwistigkeiten zugrunde. Der letzte Herrscher wird von den Byzantinern ermordet. In der Folge gründen armenische Flüchtlinge 1080 in Kilikien ein unabhängiges Fürstentum von Kleinarmenien unter den Rubeniden. Diese verbünden sich mit den Kreuzfahrern gegen Byzantiner und Türken. 1342 fällt das Königreich an die katholischen Lusignans von Zypern, kommt aber bald darauf an die ägyptischen Mamluken und darauf zum osmanischen Reich. 1828 kommt der nördliche Teil Armeniens unter die Oberhoheit des russischen Reiches und wird nach Gründung der Sowjetunion eine ihrer Teilrepubliken (1920), siehe Armenische SSR. Am 24. April 1915 veranlasst die 1908 an die Macht gekommene und - im Gegensatz zur multikulturellen Politik des Osmanischen Reiches - nationalistisch orientierte jungtürkische Bewegung, aus deren Reihen auch Mustafa Kemal Atatürk kommt, die Verhaftung und Deportation armenischer Intellektueller in Istanbul und leitet damit den Völkermord an den Armeniern ein. Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 entsteht der heutige unabhängige Staat Armenien. Der südliche, weitaus größte Teil des ehemaligen armenischen Siedlungsgebietes liegt in der heutigen Türkei. Siehe auch: Königreich Kleinarmenien, Armenier, Armenier in Mitteleuropa, Liste der Herrscher von Armenien, Völkermord an den Armeniern

Politik


- Mitgliedschaften: Rat für kollektive Sicherheit, GUS, OSZE, Europarat, NATO-Partnerschaft für den Frieden, EBRD, Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation Das Parlament, die Nationalversammlung, wird alle vier Jahre gewählt.

Der Konflikt um Bergkarabach

Armenien befindet sich in einer langdauernden Auseinandersetzung mit der Nachbarrepublik Aserbaidschan um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, sich 1991 für unabhängig erklärte und inzwischen durch armenische Streitkräfte besetzt wurde. Es starben in diesem Konflikt schätzungsweise 17.500 Armenier und 25.500 Aserbaidschaner, 700.000-1.000.000 Aserbaidschaner und 300.000 Armenier wurden zu Flüchtlingen. Seit einem Waffenstillstand im Mai 1994, der einer Besetzung eines Fünftels Aserbaidschans durch armenische Truppen folgte, verbesserte sich die Situation nicht wesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in der Beziehung beider Staaten; ein Zustand, der ihre wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflusst. Für Details zu diesem Konflikt siehe den Artikel Bergkarabach.

Außenpolitik

Die Außenpolitik der Republik Armenien soll vor allem drei Zwecken dienen:
- der nationalen Sicherheit
- der Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Ausland und
- der weltweiten Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern Die größte Bedrohung der nationalen Sicherheit der Republik Armenien ist der Krieg mit Aserbaidschan um Bergkarabach. Der erste Präsident Lewon Ter-Petrosjan musste 1997 zurücktreten, weil er bereit war einer Kompromisslösung zuzustimmen, die weit reichende Zugeständnisse seitens der Armenier erfordert hätte. Die neue Führung unter Robert Kotscharjan fordert eine so genannte Paketlösung, das heißt, erst soll es eine vertraglich Lösung geben und danach einen Abzug der Truppen der Republik Armenien aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans (etwa 16% des aserbaidschanischen Territoriums). Diese Politik wird von der Mehrheit der Armenier mitgetragen. Sie schränkt allerdings den diplomatischen Handlungsspielraum stark ein. Armenien verfolgt eine so genannte „Politik der Komplementarität“. Dazu sagte der armenische Außenminister Vartan Oskanjan in der FAZ vom 23. April 2004: „Das bedeutet, mit Ländern gute Beziehungen zu unterhalten, die – wie die Vereinigten Staaten und Rußland – bei einigen Themen im Widerspruch zu stehen scheinen. In einem Teil mögen wir zu 80 Prozent intensive Beziehungen mit Rußland unterhalten, die anderen 20 Prozent mit den Vereinigten Staaten oder der EU. Auf einem anderen Gebiet mag die Gewichtung anders sein. Das soll zu einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Sicherheit beitragen, an der sich jeder beteiligen kann, der Interesse an der Region hat. […] Unsere Beziehungen zur Nato sind ein gutes Beispiel für [diese] Politik. Unsere Sicherheitsgarantien haben fünf Schichten: die Beziehungen zu Rußland und dessen militärischer Präsenz in Armenien, die kollektive Sicherheitsvereinbarung mit Rußland und vier früheren Sowjetrepubliken, die CFE-Vereinbarung, die Transparenz bei den Waffen schafft, unsere Kooperation mit der Nato sowie die biliteralen Sicherheitskooperationen mit Ländern wie Griechenland und den Vereinigten Staaten, mit denen wir gerade eine Sicherheitszusammenarbeit begonnen haben. Diese Schichten bilden unsere Sicherheitspolitik.“ Die Beziehungen zur Republik Aserbaidschan sind trotz des seit elf Jahren andauernden Waffenstillstands naturgemäß sehr gespannt. Aserbaidschan droht immer wieder die militärische Rückeroberung an. Da es seit kurzem über die über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline Öl nicht mehr nur über Russland exportieren kann, besitzt es die Finanzkraft, um mittelfristig ein militärisches Übergewicht zu erlangen. Es gibt keinen direkten Handel zwischen den Ländern. Die Beziehungen zur Republik Türkei sind historisch schwer belastet. Hinzu kommt, dass Armenien eine weltweite Kampagne zur Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern führt (die Türkei bestreiten den Völkermordes heftig). Sie erhebt weiterhin die Lösung des Konfliktes um Bergkarabach als Vorbedingung für die Öffnung der Grenze und Aufnahmen diplomatischer Beziehungen. Die armenischen Regierung stellt keine Vorbedingungen an die Türkei. Es gibt armenischen Nationalisten, die Rückgabe von westarmenischen Gebieten von der Türkei fordern. Nicht zuletzt wegen der Realitätsferne dieser Forderungen war dies jedoch nie offizielle Politik. Die armenische Wirtschaft leidet unter Wirtschaftsblockade sehr. Es gibt allerdings in geringem Umfang indirekten Handel über Georgien und ein direkte Flugverbindung zwischen Eriwan und Istanbul. Die Beziehungen zu Georgien sind für Armenien essentiell, weil Georgien als die einzige Landverbindung zu Russland für den armenischen Handel äußerst wichtig ist. Außerdem werden fast alle Exporte Armeniens, die per Schiff erfolgen, über die georgischen Schwarzmeerhäfen abgewickelt. Diese faktische Monopolstellung führt immer wieder zu überhöhten Preisen. Die Beziehungen leiden unter politischen Instabilität in Georgien seit der Unabhängigkeit. Obwohl einige südgeorgische Regionen mehrheitlich von Armeniern bewohnt werden, erwachsen daraus keine Gebietsstreitigkeiten oder separatistische Bewegungen, weil die armenische Minderheit in Georgien kaum Diskriminierung ausgesetzt ist. Die Beziehungen zur Islamischen Republik Iran sind die relativ besten. Die armenische Minderheit im Iran, die rund 200.000 Menschen umfasst, genießt den Status einer anerkannten Minderheit. Es gibt keinerlei Grenzstreitigkeiten. Aus armenischer Sicht begünstigt die Beziehungen entscheidend, dass die Beziehungen zwischen dem Iran und Aserbaidschan weit schlechter sind als sie es sein könnten. Hierzu schreibt Mohammad-Reza Djalili auf „caucaz.com“: „Der erste Vorwurf Teherans gegenüber Baku betrifft den Panturkismus mancher aserischer Kreise; dazu kommt der Mythos eines ‚Groß-Aserbeidschan‘, der die territoriale Einheit des Irans in Frage stellt. Das zweite Problem betrifft das Kaspische Meer, seinen rechtlichen Status und die Teilnahme des Irans an der Nutzung seiner Erdölressourcen. Schließlich wirft Teheran auf internationaler Ebene Baku vor, unbedingt ein Bündnis mit dem Westen anzustreben und eine deutliche Annäherung an die NATO erreichen zu wollen, seine privilegierten Verhältnisse zu den Vereinigten Staaten in jedem Bereich einschließlich des militärischen auszubauen, gute Beziehungen mit Israel zu unterhalten und natürlich der Türkei sehr nahe zu stehen. Für den Iran ist Aserbeidschans Wahl seiner internationalen Partner ganz offensichtlich nicht vorteilhaft, zumal in Teheran der Eindruck vorherrscht, dass Baku auch – zumindest indirekt – an der amerikanischen Politik der Einkreisung des Irans teilhat, die nach dem 11. September 2001 eingeführt wurde. […] Für Teheran ist das Verhältnis zu Eriwan aufgrund der schwierigen Beziehungen des Irans zu Aserbeidschan besonders wichtig. Was Armenien angeht, so versucht das Land seine Bindungen mit dem südlichen Nachbarland zu verstärken, um seine allseitige Einschließung zu umgehen: Armenien liegt zwischen der Türkei und Aserbeidschan, die es beide für feindselig hält, und einem unbeständigen Georgien. So sind die sachlichen Bedingungen gegeben, damit sich das christliche Armenien und die [I]slamische Republik Iran jenseits aller religiösen und ideologischen Fragen verstehen und eine enge Zusammenarbeit auf zahlreichen Gebieten (Politik, Wirtschaft, Energie) entsteht.“ Eine Gasleitung vom Iran nach Armenien ist im Bau. Diese Pipeline ist für die nationale Sicherheit Armeniens von herausragender Bedeutung, weil es über keine nennenswerten heimischen Ressourcen an fossilen Energieträgern verfügt. (Während des Krieges um Bergkarabach in der ersten Hälfte der 1990er Jahre kam es zu Energieengpässen in Armenien, weil die Erdöl- und Gaspipelines aus Russland in Georgien immer wieder gesprengt wurden. In der Folge wurden sogar die Bäume in Eriwan gefällt, um sie als Brennholz zu nutzen.) Die Beziehungen zu Russischen Föderation sind traditionell eng, insbesondere da Georgien und Aserbaidschan deutlich prowestliche Positionen bezogen haben, was für Russland den Wert Armeniens als strategischen Partner steigert. Armenien und Russland haben ein auf zwanzig Jahre angelegtes Militärabkommen unterzeichnet (das theoretisch aber jährlich gekündigt werden kann). Russische Truppen bewachen die Grenze zur Türkei und zum Iran und schützen den armenischen Luftraum gegen mögliche Luftangriffe. Dies ist wichtig, weil gerade Kampfflugzeuge extrem teuer sind. Bislang ist Russland der einzige Lieferant von Erdöl und -gas nach Armenien. Vor allem im Energie und Bankensektor haben russische Firmen Schlüsselstellungen inne. Viele Armenier sind seit dem Beginn der 1990er Jahre nach Russland ausgewandert und unterstützen Verwandte in Armenien finanziell. All dies macht Russland extrem wichtig. Die Fertigstellung der Pipeline aus dem Iran würde die armenische Position gegenüber Russland stärken. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika sind gut, stellen für Armeniens Außenpolitik zugleich aber auch seine größte Herausforderung dar. Die USA verfolgen in Transkaukasien geopolitische Interessen, die vor allem mit dem Kaspischen Erdöl- und Gasvorkommen zusammenhängen. Sie möchten deshalb Armenien gerne näher an sich binden und aus dem russischen Einflussbereich lösen. Dabei steht ihnen der Konflikt um Bergkarabach im Wege, weil Armenien Russland als Schutzmacht zu brauchen scheint, wodurch Russland in Transkaukasien einen Fuß in der Tür behält. Armenien ist deshalb aus US-amerikanischer Sicht sowohl interessant als auch ein Störfaktor (vor allem bedroht der Krieg mit Aserbaidschan prinzipiell die Sicherheit der Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline). Seit der Unabhängigkeit erhielt nur Israel von den USA mehr Entwicklungshilfe pro Kopf als Armenien. Dies ist auch Ergebnis der Lobbyarbeit der armenischen Diaspora in den USA, die rund eine Millionen Menschen umfasst. Armenien gehört auch zu zwanzig ausgesuchten erfolgreichen Entwicklungsländern, die im Rahmen des „Millenium Challange Program“ des Department of State weiter auf ihrem Weg zu Demokratie und funktionierender Marktwirtschaft gestärkt werden sollen. US-Firmen, insbesondere aus dem IT-Bereich, haben in erheblichem Umfang in Armenien investiert. Die USA haben die Bau der Erdgasleitung aus dem Iran nur ungern hingenommen. Als ein Mittel, die Beziehungen zu den USA zu stabilisieren, hat Armenien deshalb jeweils knapp hundert Soldaten (vor allem Ärzte und Aufbauhelfer) im Kosovo und im Irak stationiert. Zwar ist die „Politik der Komplementarität“ wesentlich flexibler und weniger riskant als eine klassische Schaukelpolitik, doch stehen Armeniens Diplomaten mittelfristig vor großen Herausforderungen, wenn sie verhindern wollen, dass Armenien als Folge der Interessengegensätze zwischen den USA einerseits und Russland und dem Iran andererseits ins Abseits gerät. Julien Zarafian schreibt auf „caucaz.com“ zu den komplizierten Beziehungen zwischen Armenien und den USA: „Vor dem Hintergrund des ‚großen Spiels‘ mit Russland wäre Armenien eines der letzten Länder aus der ehemaligen sowjetischen Welt, die es unter amerikanisches Einflussgebiet zu holen gilt. Dies scheint umso bedeutsamer für die Bush-Regierung, als sie derzeit große diplomatisch-militärische Bemühungen im Irak und in Afghanistan anstrengt, bei denen sie auf jede Unterstützung angewiesen ist, während Amerikas wichtigster regionaler Bündnispartner, die Türkei, seit einiger Zeit Vorbehalte gegenüber gewissen amerikanischen Initiativen in der Region äußert. Für die Bush-Regierung könnte Armenien von daher eine strategische Basis ersten Ranges darstellen. Die Eröffnung im Mai 2005 einer enormen amerikanischen Botschaft am Stadtrand von Eriwan hängt sicherlich damit zusammen. Die relative politische Stabilität und die geostrategisch interessante Position Armeniens können den amerikanischen Diplomaten nicht völlig gleichgültig sein, die keine Kontrollmöglichkeit auf dem immensen eurasischen Schachbrett auslassen dürfen, um eine Führungsrolle in der Weltordnung spielen und effizient halten zu können. […] Dabei stellt sich jedoch ein Problem: Nicht nur die aktuelle Regierungsmannschaft des armenischen Präsidenten R. Kotscharjan in Eriwan, sondern auch die Öffentlichkeit ist mehrheitlich davon überzeugt, dass Russland der wichtigste Bündnispartner für Armenien bleibt und dass die Sicherheit des Landes zu einem großen Teil auf der armenisch-russischen Verbindung beruht. […] Aber werden deshalb die Vereinigten Staaten des Präsidenten George W. Bush die reichlich ambivalente Haltung der armenischen Regierung ihnen gegenüber noch lange dulden? Das ist alles andere als sicher. Und auch wenn die auf Komplementarität ausgerichtete Außenpolitik der armenischen Landesführer derzeit erfolgreich scheint, steht zu befürchten, dass der Kaukasus-Staat große Schwierigkeiten haben wird, diesen Spagat in den kommenden Jahren durchzuhalten.“

Wirtschaft

Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen betrug im Jahre 2004 durchschnittlich 790 Dollar. Armenien weist zwar zweistellige Wachstumsraten auf, konnte aber noch nicht die Wirtschaftskraft aus dem Jahre 1988 wiedererlangen. Seinerzeit wurde Armenien durch ein schweres Erdbeben teilweise zerstört. Der Handel wird durch die geschlossenen Grenzen zur Türkei behindert. Geldtransfers der zahlreichen Auslandsarmenier v.a. in den USA und Frankreich stützen die Wirtschaft. Die Landwirtschaft basiert vor allem auf dem Anbau von Obst und Gemüse sowie Tabak.

Verwaltung

Tabak Armenien gliedert sich in 11 Provinzen (marzer, Singular marz): #Aragatsotn (Արագածոտնի մարզ) #Ararat (Արարատի մարզ) #Armavir (Արմավիրի մարզ) #Gegharkunik (Գեղարքունիքի մարզ) #Kotajk (Կոտայքի մարզ) #Lori (Լոռու մարզ) #Schirak (Շիրակի մարզ) #Sjunik' (Սյունիքի մարզ) #Tawusch(Տավուշի մարզ) #Vajots Dzor (Վայոց Ձորի մարզ) #Eriwan (Երևան)

Kultur


- Nationalfeiertag: 21. September
- Liste armenischer Komponisten
- Tanzkultur: Armen Ohanian [http://www.rock-in-armenien.de.pn/ Moderne Musik aus Armenien] (englisch)

Bekannte Armenier und Armenischstämmige


- Iwan Konstantinowitsch Aiwasowski (Ovanes Aivazian) war einer der bedeutendsten Vertreter der armenischen und russischen Malerei
- Andre Agassi - Tennisspieler (USA)
- Charles Aznavour - Sänger (Frankreich)
- Eric Bogosian - Schauspieler (USA)
- Jean Carzou (Garnik Zouloumian) - Maler (Frankreich)
- Aram Chatschaturian - Komponist (Armenien)
- Cher (Cherilyn Sarkissian) - Schauspielerin, Sängerin (USA)
- Mike Connors (Krekor Ohanian) - Schauspieler (USA)
- Youri Djorkaeff - Fußballstar (Frankreich)
- Atom Egoyan - Filmproduzent (Canada)
- Arshile Gorky (Vosdanik Adoian) - Maler (USA)
- Calouste Gulbenkian - Ölhändler (Armenien, Großbritannien)
- Viktor Hambardzumyan - Astrophysiker (Armenien)
- Yousuf Karsh (Howsep Karshian) - Fotograf (Kanada)
- Gary Kasparow - Schachweltmeister (Russland)
- Kirk Kerkorian - Investor (USA)
- Daron Malakian - Gitarrist der Band System Of A Down (USA)
- Artjom Iwanowitsch Mikojan - Flugzeugkonstukteur (MiG) (Russland/Armenien)
- Shavo Odadjian - Bassist der Band System Of A Down(USA)
- Tigran Petrosjan - Schachweltmeister 1961-69
- William Saroyan - Schriftsteller (USA)
- Serj Tankian - Sänger der Band System Of A Down (USA)
- Henri Verneuil (Ashod Malakian) - Filmproduzent (Frankreich)
- Avedis Zildjian - Gründer der Firma "Zildjian" (USA, Kanada)
- Marcel Madejiane - Tischtennisspieler (Großbritannien)
- David Nalbandian - Tennisspieler (Argentinien)
- Anahid Ajemian - Concert Pianist
- Edward Alberian - "Clarabell" (Howdy Doody)
- Lucine Amara - Metropolitan Opera
- Michael Arlen - Author
- Kay Armen - Vocalist
- George Avakian - Jazz Entrepreneur
- Peter Balakian - Author
- Cathy Berberian - Mezzo-Soprano
- Ara Berberian - Basso
- Lily Chookasian - Metropolitan Opera
- Mike Connors (Krikor Ohanian) - Hollywood and television actor,"Mannix"
- George Deukmejian - Former Governor of CA
- Vartan Gregorian - President, Carnegie Foundation
- Alan Hovhannes - Composer
- George Petrossian - Caviar King, France
- Rouben Nakian - Sculptor

Literatur


- Armenien. 5000 Jahre Kunst und Kultur, Wasmuth : Tübingen 1995, 482 S.
- Tessa Hofmann: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart, C.H. Beck : München 1997, 242 S.
- Jakob Künzler: Im Lande des Blutes und der Tränen. Erlebnisse in Mesopotamien während des Weltkrieges (1914-1918) - (ZeitZeugnisse) Chronos : Zürich 1999
- Adriano Alpago Novello: Die Armenier. Brücke zwischen Abendland und Orient, Belser : Stuttgart/Zürich 1986, 285 S.
- Jasmine Dum-Tragut: Armenien entdecken, Trescher : Berlin 2004, 480 S.
- Henri Stierlin: Von Konstantinopel bis Armenien und von Syrien bis Äthiopien, Belser : Stuttgart/Zürich 1996, 290 S.
- Werfel, Franz: Die vierzig Tage des Musa Dagh, Fischer TB, Frankfurt 2002, 990 S.

Weblinks


- [http://www.armeniapedia.org Armeniapedia - Ein ausführlicher englischsprachiger Länderwiki zu Armenien]
- [http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Gazetteer/Places/Asia/Armenia/_Texts/KURARM/home.html A History of Armenia, von Vahan M. Kurkjian]
- [http://www.arminrock.am/ Infos über Armenische Rockmusik und Künstler] (Englisch)
- [http://www.armenica.org/ Armenica: Geschichte von Armenien] (Englisch, schwedisch)
- [http://www.haydun.com/ Homepage der Armenischen Gemeinde Köln e.V]
- [http://www.uni-graz.at/franz.koelbl/armenien/ viele und schöne Bilder von einer Reise durch Armenien]
- [http://flugverein-guetersloh.de/armenien/ Weblog einer deutschen Journalistin in Jerewan (auf Deutsch)]
- [http://www.uibk.ac.at/grabungarmenien/ Archäologische Grabungen in Armenien]
- [http://www.armenien.am/ Deutschsprachige armenische Web-Community]
- [http://www.armenien.de/ Deutschsprachige Seite über Armenien und Armenier]
- [http://www.theforgotten.org/site/intro_ger.html über den Völkermord 1915]
- [http://www.systemofadown.com/ HP der Band System of A Down (Serj Tankian, Daron Malakian...)]
- [http://www.twentyvoices.com/ Zeitzeugen des Genozids]
- [http://www.haias.net/armenien.html Alles über Armenien (Deutsch, English)] Kategorie:Staat Kategorie:Armenien Kategorie:Kaukasus ja:アルメニア ko:아르메니아 ms:Armenia simple:Armenia th:ประเทศอาร์เมเนีย zh-min-nan:Hayastan

Armenier

Bei den Armeniern handelt es sich um ein Volk mit einer Sprache, die einen eigenständigen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie bildet. Weltweit gibt es ca. 10 Mio. Armenier, von denen aber nur etwas mehr als ein Drittel im heutigen Staat Armenien lebt. Es gibt eine große armenische Diaspora, die sich vor allem in Frankreich, den USA, Kanada, Australien und in Israel konzentriert. Historische Minderheiten der Armenier gibt es heute noch in Georgien, Aserbaidschan, in der Türkei, im Libanon, in Syrien, im Irak, Iran, Russland, in der Ukraine und in Bulgarien (siehe auch: Armenier in Europa). In den Kerngebieten der Armenier ist die armenische Sprache verbreitet. Die Mehrheit der Armenier gehört traditionell der Armenisch-Apostolischen Kirche an. Die Armenier wurden als Christen im Osmanischen Reich (heute Türkei) schon 1894, besonders aber 1916 brutal verfolgt; etwa 1,5 Millionen fielen einem Völkermord zum Opfer. Ein Teil von ihnen wurde von den Kurden aufgenommen und versteckt (sogenannte Dönme Kurden). Sie werden bis heute von nationalistischen Türken als Anhänger der separatistischen PKK oder eines Großarmenien verdächtigt und dadurch bedroht.

Berühmte Armenier und Menschen armenischer Abstammung


- Andre Agassi - Tennisspieler (USA)
- Iwan Aiwasowski – Maler (Russland)
- Charles Aznavour – Sänger (Frankreich)
- Peter Balakian - Schriftsteller (USA)
- Aram Chatschaturian – Komponist (Armenien)
- Cher (Cherilyn Sarkissian) – Sängerin und Schauspielerin (USA)
- Youri Djorkaeff – Fußballspieler (Frankreich)
- Atom Egoyan – Filmregissuer (Kanada)
- Arshile Gorky – Maler (USA)
- Viktor Hambardzumyan – Astrophysiker (Armenien)
- Kim Kashkashian – Musikerin (USA)
- Yousuf Karsh (Howsep Karshian) – Fotograf (GB)
- Garri Kasparow Schachspieler (Russland)
- Rick Kavanian – Schauspieler (Deutschland)
- Kirk Kerkorian – Multimilliardär (USA)
- Anastas Mikojan - Politiker (Russland)
- Artjom Mikojan – Flugzeugbauer (Russland)
- William Saroyan – Schriftsteller (USA)
- Aso Tavitian – Vorstandvorsitzender von Syncsort (USA)
- Henri Verneuill – Filmproduzent (Frankreich)

Siehe auch


- Geschichte Armeniens
- Asala
- Völkermord an den Armeniern
- Berg-Karabach
- Östlich-orthodoxe Kirche Kategorie:Armenier Kategorie:Nahost Kategorie:Europäische Ethnie Kategorie:Asiatische Ethnie

1923

Ereignisse

Politik


- 1. Januar: Karl Scheurer wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Das anthrophosopische Zentrum Goetheanum bei Basel brennt bis auf die Grundmauern nieder
- 2. Januar: Konferenz über die durch die Weimarer Republik zu leistenden Reparationszahlungen
- 11. Januar: Ruhrbesetzung: Nachdem französische und belgische Truppen 1921 die Städte Duisburg und Düsseldorf besetzt haben, rücken sie von dort in das Ruhrgebiet ein. Es kommt zu Streiks, Sabotageakten, Anschlägen auf die Besatzungstruppen und einer großen Anzahl von Todesurteilen
- 16. Februar: Das von Gustav Radbruch entworfene erste deutsche Jugendgerichtsgesetz (RJGG) wird erlassen
- 24. Juli: Die Türkei erreicht im Vertrag von Lausanne eine Revision des Vertrags von Sèvres
- 11. August: Deutschland stellt die Reparationslieferungen ein
- 12. August: Sturz der Regierung Wilhelm Cuno
- 13. August: Gustav Stresemann (DVP) wird neuer Reichskanzler
- 24. September: Gustav Stresemann erklärt das Ende des passiven Widerstands
- 27. September: In Deutschland wird wegen des Separationsversuchs von Bayern nach dem Ende des passiven Widerstandes der Ausnahmezustand erklärt
- 9. Oktober: Gründung der Preußischen Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft (Preussag AG)
- 22. Oktober: Die Duisburger Gruppe des Rheinischen Unabhängigkeitsbundes ruft die „Rheinische Republik“ aus.
- 23. Oktober: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Johannes Hoffmann erklärt sich mit einigen Sozialdemokraten bereit, einen unabhängigen Pfälzischen Staat innerhalb des Deutschen Reiches zu gründen. Der Vorschlag stößt bei der Beamtenschaft und den Parteien auf Ablehnung. Auch die pfälzische Sozialdemokratie distanziert sich von Hoffmann
- 23. Oktober: Beginn des Hamburger Aufstandes der KPD in Hamburg und Schleswig-Holstein
- 29. Oktober: Reichsexekution gegen Sachsen wegen der Regierungsbeteiligung der KPD unter Ministerpräsident Erich Zeigner SPD
- 29. Oktober: Ausrufung der Republik Türkei durch Kemal Atatürk
- 6. November: Reichsexekution gegen Thüringen wegen der Regierungsbeteiligung der KPD unter Ministerpräsident August Frölich SPD
- 9. November: Sturm auf die Feldherrenhalle in München, erster Versuch Hitlers, die Macht zu erlangen. (Hitlerputsch)
- 11. November: NSDAP und KPD werden verboten
- 12. November: Heinz Orbis proklamiert in Speyer die Autonome Pfälzische Republik
- 15. November Einführung der Rentenmark zur Bekämpfung der Hyperinflation in Deutschland
- 30. November: Wilhelm Marx, Mitglied der Zentrumspartei, wird Reichskanzler
- „Bevölkerungsaustausch“ (wechselseitige Vertreibung) zwischen Türkei und Griechenland und Bulgarien und Griechenland (siehe Vertrag von Lausanne)
- Übernahme des bay. Heeres in die Reichswehr
- Ende eines Bürgerkrieges in Irland nach der Teilung in Nordirland und die irische Republik

Wissenschaft und Technik


- 15. August bis 30. September: Die erste Bauhaus-Ausstellung findet in Weimar statt, u. a. mit der Präsentation eines Musterhauses
- 29. Oktober: Der deutsche Rundfunk wird offiziell gestartet. Seine erste Sendung fand am 29. Oktober von 8 bis 9 Uhr abends statt, die von der Gesellschaft „Radiostunde“, der späteren bekannten „Berliner Funkstunde“, aus dem Voxhaus gesendet wurde
- 7. Dezember: Edwin Hubble beweist die Existenz von Himmelskörpern, die außerhalb unserer Milchstraße liegen anhand des Andromedanebels

Kultur


- 9. Februar: Uraufführung der Operette Die gelbe Jacke von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 1. April: Uraufführung der Operette Mädi von Robert Stolz in Berlin
- 21. April: Uraufführung der Operette Lagunenzauber von Nico Dostal im Opernhaus Graz
- 14. Mai: Uraufführung der Oper The Perfect Fool von Gustav Holst in London
- 14. September: Uraufführung der Operette Ein Märchen aus Florenz von Ralph Benatzky am Johann Strauß-Theater in Wien
- 15. November: Uraufführung der Oper Srdce (Das Herz) von Josef Bohuslav Foerster am Nationaltheater Prag
- 20. November: Uraufführung der Oper Die Höhle von Salamanca von Bernhard Paumgartner an der Staatsoper in Dresden
- 22. Dezember: Uraufführung der Operette Marietta von Walter Kollo in Berlin
- Gründung der Jugendbewegung Bund Neudeutschland

Katastrophen


- 24. März: Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Republik China, etwa 5.000 Tote
- 25. Mai: ein Erdbeben der Stärke 5,7 im Iran, etwa 2.200 Tote
- 1. September: Großes Erdbeben in der Region Kanto, Japan, 140.000 Tote
- 8. September: Durch einen Navigationsfehler der Geschwaderführung stranden 7 Zerstörer der US-Navy am Point Arguello nördlich von Los Angeles. 22 Tote und Totalverlust aller 7 Schiffe. Siehe: Honda Point Katastrophe
- 1. Dezember: Die Gleno-Talsperre im Valle di Scalve in Bergamo/Italien bricht; bei der Katastrophe sterben bis zu 600 Menschen
- 21. Dezember: Mittelmeer, Sahara. Das französische Luftschiff Dismude verschwand bei einem Flug Richtung Sahara. Die 50 Personen der Besatzung gelten als vermißt

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1. Januar: Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert ihr Länderspiel gegen Italien in Mailand mit 3:1
- 28. April: Das Wembley-Stadion in London wird mit dem Cupfinale zwischen West Ham United und den Bolton Wanderers eröffnet

Geboren


- 3. Januar: Nell Rankin, US-amerikanische Opernsängerin († 2005)
- 5. Januar: Sam Phillips, Gründer der Plattenfirma Sun Records († 2003)
- 8. Januar: Joseph Weizenbaum, deutscher-amerikanischer Informatiker und Computerkritiker
- 8. Januar: Bryce DeWitt, US-amerikanischer theoretischer Physiker († 2004)
- 9. Januar: Karl-Heinz Metzner, deutscher Fußballspieler († 1994)
- 10. Januar: Ingeborg Drewitz, deutsche Schriftstellerin († 1986)
- 10. Januar: Franz Schönhuber, deutscher Journalist, Buchautor und Gründer der Partei Die Republikaner
- 11. Januar: Ernst Nolte, deutscher Historiker
- 11. Januar: Carroll Shelby, Rennfahrer, Konstrukteur, Unternehmer
- 17. Januar: Horst E. Brandt, deutscher Film- und Fernsehregisseur
- 19. Januar: Markus Wolf, Leiter des Nachrichtendienstes der DDR
- 19. Januar: Jean Stapleton, US-amerikanische Schauspielerin
- 20. Januar: Richard Herrmann, deutscher Fußballspieler († 1962)
- 23. Januar: Walter M. Miller, US-amerikanischer Schriftsteller († 1996)
- 23. Januar: Franz Rieger (Schriftsteller), österreichischer Schriftsteller († 2005)
- 24. Januar: Vlado Kristl, deutsch-kroatischer Filmkünstler († 2004)
- 25. Januar: Arvid Carlsson, schwedischer Pharmakologe
- 27. Januar: Waldir Azevedo, Komponist und Cavaquinhospieler († 1980)
- 29. Januar: Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor († 1981)
- 29. Januar: Eddie Taylor, US-amerikanischer Blues-Gitarrist († 1985)
- 30. Januar: Václav Chochola, tschechischer Fotograf († 2005)
- 31. Januar: Hermann Schmitt-Vockenhausen, deutscher Politiker und MdB († 1979)
- 31. Januar: Jorge Maria Mejia, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 31. Januar: Norman Mailer, US-amerikanischer Schriftsteller
- 2. Februar: Svetozar Gligorić, serbischer Schachmeister
- 4. Februar: Kurt Brumme, Sportmoderator im Hörfunk († 2005)
- 6. Februar: Gyula Lóránt, ungarischer Fußballspieler und Fußballtrainer († 1981)
- 9. Februar: Brendan Behan, irischer Schriftsteller, Journalist und IRA-Aktivist († 1964)
- 10. Februar: Ahti Karjalainen, finnischer Politiker, der dem Zentrum angehörte († 1990)
- 11. Februar: Antony Flew, britischer Philosoph, Vertreter des Libertarismus und Atheismus
- 12. Februar: Franco Zeffirelli, italienischer Regisseur
- 13. Februar: Chuck Yeager, General der US-Airforce und Testpilot
- 14. Februar: Vera Ferra-Mikura, österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin († 1997)
- 15. Februar: Arno Hamburger, erster Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) in Nürnberg
- 15. Februar: Jelena Georgijewna Bonner, sowjetische Dissidentin, russische Menschenrechtlerin
- 16. Februar: Karl Otto Mühl, Schriftsteller
- 17. Februar: Kihachi Okamoto, japanischer Filmregisseur († 2005)
- 18. Februar: Wilhelm Hennis, deutscher Politologe
- 19. Februar: Giulio Cabianca, italienischer Rennfahrer († 1961)
- 20. Februar: Forbes Burnham, guyanischer Politiker und Präsident von Guyana († 1985)
- 22. Februar: Billy Mo, deutscher Jazz-Trompeter und Schlagersänger († 2004)
- 25. Februar: Kurt Blecha, SED-Funktionär in der DDR
- 27. Februar: Dexter Gordon, US-amerikanischer Tenorsaxophonist († 1990)
- 28. Februar: Charles Durning, US-amerikanischer Schauspieler
- 3. März: Barney Martin, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 4. März: Patrick Moore, englischer Astronom, Autor und Fernsehmoderator
- 6. März: Jürgen von Manger, deutscher Schauspieler, politischer Kabarettist und Komiker († 1994)
- 6. März: Albert Leibenfrost, österreichischer Politiker († 2005)
- 6. März: Wes Montgomery, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist († 1968)
- 7. März: Milo Dor, österreichischer Schriftsteller
- 8. März: Walter Jens, deutscher Literaturhistoriker, Kritiker, Hochschullehrer und Schriftsteller
- 10. März: Hedy Schlunegger, Schweizer Skirennläuferin
- 10. März: Zdenka Bergrová, tschechische Dichterin, Übersetzerin und Autorin eine Märchenbuches
- 10. März: John Donald Abney, US-amerikanischer Jazzpianist († 2000)
- 10. März: Val Fitch, US-amerikanischer Physiker
- 11. März: Louise Brough, ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin
- 12. März: Hanne Hiob, deutsche Schauspielerin
- 12. März: Norbert Brainin, österreichisch-britischer Violinist († 2005)
- 12. März: Walter Schirra, US-amerikanischer Astronaut
- 16. März: Heinz Wallberg, deutscher Dirigent († 2004)
- 17. März: Wolfgang O. Sack, deutsch-amerikanischer Veterinäranatom († 2005)
- 17. März: Friedrich W. Bauschulte, deutscher Schauspieler und Synchronsprecher († 2003)
- 19. März: Giuseppe Rotunno, italienischer Kameramann
- 19. März: Oskar Fischer, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR
- 19. März: Dietrich Katzenstein, Richter am deutschen Bundesverfassungsgericht
- 22. März: Marcel Marceau, französischer Pantomime
- 22. März: David L. Hoggan, tionalsozialistischer Geschichtsrevisionist († 1988)
- 25. März: Reimar Lüst, Astrophysiker und Wissenschaftsmanager
- 26. März: Gert Bastian, ehemaliger General und deutscher Politiker (Die Grünen) († 1992)
- 28. März: Thad Jones, US-amerikanischer Jazz-Trompeter († 1986)
- 30. März: Walter Niephaus, deutscher Schachspieler († 1992)
- 30. März: Herbert Asmodi, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 31. März: Don Barksdale, US-amerikanischer Basketballspieler († 1993)
- 2. April: George Spencer-Brown, Philosoph und Mathematiker
- 4. April: Dorothy Hart, US-amerikanische Schauspielerin († 2004)
- 5. April: Ernest Mandel, marxistischer Ökonom, Theoretiker († 1995)
- 8. April: Edward Mulhare, Schauspieler († 1997)
- 10. April: Hans Terofal, deutscher Schauspieler († 1976)
- 12. April: Ernst Aust, deutscher Politiker († 1985)
- 12. April: Ann Miller, US-amerikanische Schauspielerin und Tänzerin († 2004)
- 13. April: Lothar Quinte, deutscher Maler der Avantgarde († 2000)
- 13. April: Don Adams, US-amerikanischer Schauspieler († 2005)
- 14. April: Roberto Schopflocher, argentinischer Schriftsteller
- 14. April: Erich Auer, österreichischer Schauspieler († 2004)
- 14. April: John Caldwell Holt, US-amerikanischer Autor und Pädagoge († 1985)
- 16. April: Warren Barker, US-amerikanischer Komponist
- 18. April: Leif Panduro, dänischer Schriftsteller und Zahnarzt († 1977)
- 18. April: Ferenc Sido, ungarischer Tischtennisspieler († 1998)
- 20. April: Tito Puente, Jazz-, Salsa- und Mambo-Musiker († 2000)
- 21. April: Jakow Borissowitsch Estrin, russischer Schachspieler († 1987)
- 22. April: Paula Fox, US-amerikanische Schriftstellerin
- 22. April: Aaron Spelling, US-amerikanischer Film- und Fernsehproduzent
- 22. April: Bettie Page, US-amerikanisches Fotomodell
- 25. April: Albert King, Bluesmusiker
- 30. April: Percy Heath, US-amerikanischer Jazz-Musiker (Kontrabassist) († 2005)
- 1. Mai: Joseph Heller, US-amerikanischer Schriftsteller († 1999)
- 2. Mai: Patrick Hillery, Irischer Präsident
- 2. Mai: Albert Nordengen, norwegischer Politiker, langjähriger Bürgermeister von Oslo († 2004)
- 8. Mai: Cheikha Rimitti, algerische Raï-Sängerin
- 10. Mai: Heydər Əliyev, aserbaidschanischer Politiker († 2003)
- 10. Mai: Nicolaus Sombart, deutscher Kultursoziologe und Schriftsteller
- 10. Mai: Gerhard Wahrig, deutscher Lexikograph († 1978)
- 13. Mai: Beatrice Arthur, US-amerikanische Schauspielerin
- 14. Mai: Adnan Patschatschi, irakischer Politiker
- 15. Mai: Richard Avedon, Fotograf († 2004)
- 15. Mai: Reinhard Raffalt, Schriftsteller und Journalist († 1976)
- 15. Mai: Adolf Grünbaum, US-amerikanischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker
- 16. Mai: Erwin Leiser, deutsch-schwedischer Publizist († 1996)
- 16. Mai: Merton H. Miller, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger († 2000)
- 20. Mai: Peter Steinforth, deutscher Künstler († 1981)
- 21. Mai: Clarence Gaines, US-amerikanischer College-Basketballtrainer († 2005)
- 22. Mai: Max Velthuijs, niederländischer Autor und Zeichner († 2005)
- 22. Mai: Karl Otto Zimmer, Richter am deutschen Bundessozialgericht († 2004)
- 26. Mai: Horst Tappert, deutscher Schauspieler
- 26. Mai: James Arness, ein US-amerikanischer Schauspieler
- 27. Mai: Inge Morath, österreichische Fotografin († 2002)
- 27. Mai: Henry Kissinger, US-amerikanischer Diplomat und Friedensnobelpreisträger
- 28. Mai: Wolfgang Schmitz, österreichischer Politiker
- 28. Mai: György Ligeti, ungarischer Komponist
- 31. Mai: Rainer III. (Monaco), Fürst von Monaco († 2005)
- 31. Mai: Ellsworth Kelly, US-amerikanischer Maler
- 2. Juni: Fritz Baier, deutscher Politiker, MdB
- 3. Juni: Werner Danz, deutscher Politiker und MdB
- 3. Juni: Wolfgang Stegmüller, deutsch-österreichischer Philosoph († 1991)
- 3. Juni: Alfred Beni, österreichischer Schachmeister († 1995)
- 4. Juni: Hans Sauer, Erfinder († 1996)
- 5. Juni: Jesús Rafael Soto, venezolanischer Künstler († 2005)
- 7. Juni: Carlos Thompson, Schauspieler und Schriftsteller, zweiter Ehemann von Lilli Palmer († 1990)
- 9. Juni: Gerald Götting, CDU-Vorsitzender und Präsident der Volkskammer der DDR
- 10. Juni: Georg Moser, katholischer Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart († 1988)
- 10. Juni: Heinrich Rombach, Ordinarius für Philosophie († 2004)
- 10. Juni: Sergiu Samarian, rümänischer Schachspieler und Schachschriftsteller († 1991)
- 14. Juni: Judith Kerr, deutsche Malerin, Designerin und Autorin
- 14. Juni: Gerhard Pfeiffer, deutscher Schachspieler († 2000)
- 14. Juni: Thomas Zhao Fengwu, römisch-katholischer Bischof von Yanzhou († 2005)
- 14. Juni: Robert Watts, US-amerikanischer Künstler und Bildhauer
- 15. Juni: Walter Jansen, deutscher Weihbischof († 2004)
- 15. Juni: Erland Josephsson, schwedischer Schauspieler
- 16. Juni: Ron Flockhart, britischer Rennfahrer und Pilot († 1962)
- 17. Juni: Anthony Joseph Bevilacqua, Erzbischof von Philadelphia und Kardinal
- 22. Juni: José Giovanni, französisch-Schweizer Schriftsteller und Filmemacher († 2004)
- 23. Juni: Silkirtis Nichols, indianischer Schauspieler
- 25. Juni: Georg Kossack, deutscher Vorgeschichtsforscher († 2004)
- 26. Juni: Hans-Joachim Preil, deutscher Theaterautor, Regisseur und Komiker († 1999)
- 27. Juni: Jacques Berthier, französischer Organist und Komponist († 1994)
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